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Asamoah begrüßt Spielabbruch in Paris

Begrüßt den Spielabbruch der Champions-League-Partie in Paris: Gerald Asamoah
Begrüßt den Spielabbruch der Champions-League-Partie in Paris: Gerald Asamoah
Foto: © RHR-FOTO/Tim Rehbein via www.imago-images.de
10. Dezember 2020, 12:49

Ex-Nationalspieler Gerald Asamoah, heute Teammanager des FC Schalke 04, bewertet die Reaktion der Mannschaften, die nach dem Rassismus-Vorwurf beim Champions-League-Spiel Paris Saint-Germain gegen Basaksehir Istanbul zum Abbruch gesorgt hatten, als positives Signal gegen Diskriminierung.

"Es war ein enorm wichtiges Zeichen, dass beide Mannschaften gemeinsam vom Platz gegangen sind. Das war deutlich: Wir tolerieren so etwas nicht. Uns ist das nicht egal", sagte der einstige Bundesliga-Profi und aktuelle U23-Manager des FC Schalke 04 den Zeitungen der "Funke-Mediengruppe".

Wegen der mutmaßlichen rassistischen Beleidigung durch den vierten Offiziellen gegen Basaksehirs kamerunischen Assistenztrainer Pierre Webo hatten am Dienstagabend in Paris sowohl die Istanbuler wie auch Gastgeber Paris den Rasen verlassen.

Anschließend wurde das Gruppenspiel der Champions League abgebrochen und am Mittwochabend mit neuen Schiedsrichtern fortgesetzt.

Aus dem deutschen Fußball erhielten die Mannschaften viele Solidaritätsbekundungen. Auch Asamoah betonte: "Rassismus darf keinen Platz bei uns haben, weder auf dem Platz noch allgemein in der Gesellschaft."

In der vergangenen Saison hatte es bei einem Europa-League-Spiel Basaksehirs Vorwürfe deutscher Fans gegen türkische Polizisten wegen mangelnder Toleranz gegeben. Damals waren Fans von Borussia Mönchengladbach in Istanbul Fahnen abgenommen worden, weil diese christliche Symbole gezeigt hätten.

Dabei handelte sich um das Stadtwappen Mönchengladbachs, in dem unter anderem ein Kreuz abgebildet ist. Sportchef Max Eberl hatte damals von einer "Polizeidiktatur" gesprochen. "Das macht mich extrem traurig, dass wir 2019 in Europa solche Zustände haben, dass die Polizei diktieren kann, welche Fahnen mit ins Stadion kommen", hatte Eberl geschimpft.

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