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Desolater HSV unterliegt Ingolstadt

Der FC Ingolstadt brilliert im Heimspiel gegen den HSV
Der FC Ingolstadt brilliert im Heimspiel gegen den HSV
Foto: © getty, Marc Mueller
28. Januar 2017, 17:41

Der FC Ingolstadt hat Bundesliga-Dino Hamburger SV im Abstiegskampf eine ganz bittere Niederlage zugefügt. Die Hanseaten verloren bei den Oberbayern nach desolater Vorstellung mit 1:3 (0:2) und stürzten auf einen direkten Abstiegsplatz ab.

Die leidenschaftlich kämpfenden Ingolstädter rückten zum Rückrundenstart durch die Treffer von Pascal Groß (14. Minute), Markus Suttner (22.) und den bärenstarken Almog Cohen (47./Foulelfmeter) mit nun zwei Punkten Vorsprung auf den HSV auf den Relegationsrang vor. Das Tor von Kapitän Gōtoku Sakai (63.) war zu wenig für die Hamburger.

Vor 14 549 Zuschauern im Ingolstädter Sportpark nahmen die Gastgeber den Abstiegskampf vom Anpfiff weg besser an. Die FCI-Profis agierten in dem wichtigen Heimspiel zweikampfstärker, reagierten gedanklich schneller und waren entschlossener in allen Aktionen. Sie arbeiteten 90 Minuten Fußball - und paarten ihre willensstarke Vorstellung ausnahmsweise auch mit der notwendigen Effektivität im Abschluss.

Groß trifft sehenswert

Nach Ablage von Mathew Leckie erzielte Groß aus spitzem Winkel mit dem rechten Außenrist ein Traumtor, zugleich sein erstes in dieser Saison. Beim 2:0 kam Glück hinzu, weil ein Freistoß von Suttner unglücklich von HSV-Profi Michael Gregoritsch abgefälscht wurde. Die frühen Tore waren Belohnung für den großen Einsatz des FCI, der auch die Auswechslung des verletzten Angreifers Leckie wegsteckte (43.).

Und der HSV? Er versagte. Der neuformierten Abwehr um Konstantinos Papadopoulos und Mergim Mavraj fehlte die Stabilität. Im zentralen Mittelfeld bekamen davor Lewis Holtby und Matthias Ostrzolek nie einen Zugriff aufs Spiel. Und vorne herrschte bis auf einen Freistoß von Gregoritsch (19.) und einen Schuss von Bobby Wood (43.), den Martin Hansen parierte, eine erschreckende Harmlosigkeit.

Gisdols Wechsel verpuffen

HSV-Coach Markus Gisdol reagierte zur Pause mit zwei Wechseln. Aber der neben Gideon Jung ins Spiel geschickte Verteidiger Dennis Diekmeier verschuldete gleich bei seiner ersten Aktion einen Foulelfmeter gegen Groß, den Cohen verwandelte.

Eine Antwort aber gab es vom HSV noch. Der in der zweiten Hälfte ins Mittelfeld vorgerückte Kapitän Sakai sorgte mit einem wunderbaren Distanzschuss unter die Latte für einen neuen Hoffnungsschimmer bei den Gästen. Gisdol zog darauf seinen letzten Joker, indem er den angeschlagen angereisten Angreifer Nicolai Müller brachte.

Holtby vergab eine gute Schusschance (75.). Die Ingolstädter hatten viel Kraft gelassen, aber sie kämpften leidenschaftlich gegen einen Gegner, dem in der Offensive die Klasse und Zielstrebigkeit fehlte.

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