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Stuttgart gewinnt brisantes Derby beim KSC

Terodde (Mitte) erzielte das zweite Stuttgarter Tor
Terodde (Mitte) erzielte das zweite Stuttgarter Tor
Foto: © getty, Alexander Scheuber
30. Oktober 2016, 15:34

Absteiger VfB Stuttgart hat im brisanten badisch-schwäbischen Derby beim Karlsruher SC auf dem Weg zurück in die Bundesliga einen wichtigen Sieg gelandet. Die Mannschaft von Trainer Hannes Wolf gewann verdient mit 3:1 (1:0) und verbesserte sich auf den zweiten Tabellenplatz der 2. Liga. Der KSC muss sich weiterhin nach unten orientieren.

"Ich bin total stolz auf die Mannschaft. So muss man so ein Derby spielen. Wir haben verdient gewonnen", sagte VfB-Coach Wolf bei "Sky". Torschütze Simon Terodde sprach von einem "besonderen Tag" und einer "guten Ausgangsposition" im Kampf um den Aufstieg.

Der starke KSC-Keeper Dirk Orlishausen war dagegen "enttäuscht, dass wir für unseren Aufwand nicht belohnt wurden. Das tut mir für die Fans leid." Der VfB habe seine Chancen eben "eiskalt genutzt", ergänzte Trainer Tomas Oral.

Intensiv von Anfang bis Ende

Der Japaner Takuma Asano erzielte im ersten Pflichtspiel der beiden Kontrahenten seit 2009 bereits in der 10. Minute die Führung für den VfB. Simon Terodde gelang nur wenige Sekunden nach seiner Einwechslung per Kopf das 2:0 (46.).

Moritz Stoppelkamp verwandelte nach Handspiel von Emiliano Insúa einen Strafstoß (51.) sicher zum zwischenzeitlichen 1:2. Der in der 77. Minute eingewechselte Alexandru Maxim (86.) stellte den Endstand her.

Von Beginn an entwickelte sich vor 27.930 Zuschauern im ausverkauften Wildpark ein intensives Ländle-Derby mit vielen Zweikämpfen, aber wenig spielerischem Glanz - und den besseren Chancen für den VfB.

KSC kämpft vergeblich

Karlsruhes Keeper Dirk Orlishausen verhinderte aber weitere Gegentreffer. Der KSC glich Defizite mit viel Einsatz aus. Doch auch die Stuttgarter kamen der Aufforderung ihres Kapitäns Christian Gentner, der in der 66. Minute nur die Latte traf, nach: "Wir brauchen elf Männer, die sich wehren."

Rund 2000 Polizeibeamte waren bei diesem Hochsicherheitsspiel im Einsatz. Direkt vor und während der brisanten Partie war es halbwegs friedlich geblieben.

Im Vorfeld des Derbys hatten jedoch unsägliche Plakate von KSC-Anhängern für Schlagzeilen gesorgt. Karlsruhes Präsident Ingo Wellenreuther stellte sogar Strafanzeige gegen Unbekannt. "Wir sind entsetzt über dies Hassplakate. Damit wurde eindeutig eine Grenze überschritten und zur Gewalt aufgerufen", sagte er.

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