Obwohl Sportsportvorstand Max Eberl beim FC Bayern in den vergangenen Monaten einen hervorragenden Job machte, muss der ehemalige Profi offenbar um eine Vertragsverlängerung an der Säbener Straße bangen. Das deutete Klub-Patron Uli Hoeneß in einem Interview an, das ausgerechnet am Tag des DFB-Pokalfinals veröffentlicht wurde. Vorgänger Hasan Salihamidžić wird mit Blick auf die Kontroverse deutlich.
Uli Hoeneß hatte die Chancen auf einen Verbleib von Max Eberl in einem "Spiegel"-Interview auf "60:40" geschätzt und zugleich die Frage bejaht, ob er noch Zweifel an dem 52-Jährige habe, dessen Vertrag bis 2027 läuft. Hoeneß gilt zugleich als großer Förderer, aber auch als Kritiker des Sportvorstandes gilt. Wirklich überrascht ist Hasan Salihamidžić von dem Wirbel nicht.
"Ich musste das auch durchmachen", sagte der Ex-Profi, der von 2020 bis 2023 als Sportvorstand an der Säbener Straße tätig war im "Sport1"-Doppelpass: "Beim FC Bayern musst du mit allem rechnen, besonders wenn Uli Hoeneß, Karl-Heinz Rummenigge und Herbert Hainer da sind. Es gibt immer ein Interview, das du nicht erwartest. Aber so ist es nun mal bei Bayern."
Hoeneß-Aussagen "ein bisschen unglücklich"
Als Funktionär des deutschen Double-Siegers müsse "man damit einfach leben", legte der 49-Jährige nach: "Uli ist in den letzten Wochen sehr aktiv in den Medien gewesen, und er behält sich immer dieses Recht vor. Das Interview wurde am Freitag geführt, das weiß ich zufällig." Dass der Zeitpunkt der Veröffentlichung absichtlich von dem Ehrenpräsident gewählt wurde, glaubt er aber nicht.
"Nicht, dass ich Uli verteidigen will – aber da ich ihn kenne, wusste er nicht, dass es am Samstag, am Tag des Finals, ausgestrahlt wird. Da bin ich mir sicher", führte Salihamidžić aus, der den Vorgang als "ein bisschen unglücklich" bezeichnete: "Max hat es sehr, sehr gut gehandhabt, das Team hat hervorragend gespielt – deshalb wird Uli froh sein, dass nichts Negatives wegen ihm passiert ist."
Eberl hatte noch am Samstagabend nach dem Pokalfinale auf die Hoeneß-Aussagen reagiert. "Ich war überrascht, dass das an dem Tag heute so passiert", gab er am "Sky"-Mikro zu zu. "Die Zweifel, die sind da – scheinbar. Sonst hätte er das nicht gesagt", bemerkte der Sportvorstand. Dass sich der Aufsichtsrat Gedanken über die Zukunft des Vorstands mache, sei "legitim" und "ein ganz normaler Prozess", so der 52-Jährige.





























