Der VfB Stuttgart geht als Außenseiter in das DFB-Pokalfinale gegen den FC Bayern. Ex-Profi Markus Babbel sieht genau darin die "große Chance" für den Titelverteidiger.
Der FC Bayern sei "der absolute Favorit. Aber ich weiß halt auch aus eigener Erfahrung, wie so ein Pokalfinale funktioniert. Wir waren immer der Favorit und trotzdem habe ich zweimal verloren", sagte Babbel bei "ran.de".
Der 53-Jährige schreibt die Stuttgarter deshalb nicht ab. "Dass eigentlich keiner einen Pfifferling auf den VfB setzt, ist seine große Chance", so Babbel.
Der TV-Experte erinnerte: "Sie haben in allen drei Pflichtspielen gegen Bayern diese Saison immer den Kürzeren gezogen und trotzdem ist es wieder ein Spiel, das bei 0:0 losgeht. Und du musst ja nicht einmal die bessere Mannschaft sein, sondern du musst nur irgendwie einen Weg finden, das Spiel zu gewinnen."
Zu Saisonbeginn verlor der VfB Stuttgart im Supercup mit 1:2 gegen den FC Bayern. In der Fußball-Bundesliga unterlag die Mannschaft von Trainer Sebastian Hoeneß mit 0:5 und 2:4 gegen die Münchner.
"Du hast immer was zu verlieren"
Dass die Schwaben am Samstagabend (20 Uhr im Liveticker) nichts zu verlieren haben, will Babbel so aber nicht unterschreiben.

"Was heißt nichts zu verlieren? Ich tue mich mit dem Satz unglaublich schwer, weil du hast immer was zu verlieren", entgegnete der Europameister von 1996: "Wenn du in einem Endspiel stehst, wirst du alles dafür tun, um als Sieger vom Platz zu gehen. Und wenn du verlierst, bist du total enttäuscht, weil so ein Pokalfinale immer etwas Besonderes ist. Wenn du dabei bist, gibt es nur eine Regel: Gewinnen, egal wie. Alles andere ist Mist."
Der VfB Stuttgart setzte sich in der Vorsaison im DFB-Pokalfinale mit 4:2 gegen Arminia Bielefeld durch. Der FC Bayern steht derweil zum ersten Mal seit 2020 im Endspiel von Berlin.

















