Am Samstag krönte sich der FC Bayern nach sechs Jahren wieder zum Pokalsieger. Die Freude aufseiten der Münchner war nach dem 3:0-Erfolg über den VfB Stuttgart dementsprechend groß. Doch am Pokalabend in Berlin ging es nicht nur um das Sportliche.
Viel mehr war auch die Zukunft von Sportvorstand Max Eberl ein großes Thema. Uli Hoeneß hatte die Chancen auf einen Verbleib des 52-Jährigen zuvor in einem "Spiegel"-Interview auf "60:40" geschätzt und zugleich die Frage bejaht, ob er noch Zweifel an Eberl habe, dessen Vertrag bis 2027 läuft. Hoeneß gilt zugleich als großer Förderer, aber auch als Kritiker von Eberl.
Dieser reagierte nach dem Titelgewinn sowohl am Mikrofon von "Sky" als auch in der "ARD" irritiert auf die Aussagen von Hoeneß: "Ich war überrascht, dass das an dem Tag heute so passiert", gab Eberl zu. "Die Zweifel, die sind da – scheinbar. Sonst hätte er das nicht gesagt", bemerkte der Sportvorstand.
Dass sich der Aufsichtsrat Gedanken über die Zukunft des Vorstands mache, sei "legitim" und "ein ganz normaler Prozess", so der 52-Jährige. Ein anderes Thema sei jedoch, "ob man Prozente in der Öffentlichkeit sagen muss." Der Finaltag sei "nicht der richtige Zeitpunkt" gewesen: "Aber das hat die Mannschaft null Komma null beeinflusst."
FC Bayern: Eberl voller Tatendrang
Trotz der Aussagen von Hoeneß versprühte Eberl jede Menge Tatendrang. "Ich bin bereit, weiterzumachen – wenn man das möchte", versicherte er. "Ich will meine Arbeit machen, mit der Arbeit überzeugen. Was wir dieses Jahr gespielt haben als Mannschaft, als Verein, das lässt sich sehen. Man kann zweifeln, das ist wirklich legitim. Dann redet man drüber."
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Nach der Sommerpause dürfte es spannend werden rund um die Zukunft von Eberl. Was macht er, wenn es nicht zu einer Verlängerung kommen sollte? Schmeißt er dann hin? "Ich muss mit Szenarien leben, die mir auferlegt werden. Mein Leben wird weitergehen. Ich bin da, um meine Arbeit zu machen."
Der Aufsichtsrat um Präsident Herbert Hainer, Hoeneß oder auch den früheren Vorstandsvorsitzenden Karl-Heinz Rummenigge entscheidet über Verträge mit den Vorständen.
Hoeneß teilt seine "ehrliche Meinung"
Auch Hoeneß wurde natürlich auf seine Interview-Aussagen angesprochen.
Es sei seine "ehrliche Meinung", so Hoeneß. "Wer mich kennt, weiß das: Ich bin keiner, der heute sagt: 'Alles ist in Ordnung' - und in vier Wochen das Gegenteil", sagte Hoeneß als Reaktion auf das Eberl-Interview in der "ARD": "So ist die Situation - und in zwei, drei Monaten wissen wir genau, wie es weitergeht. Ich persönlich sehe das für ihn relativ positiv."






























