Schon vor seinen ersten Auftritten als Bundestrainer der deutschen Fußball-Nationalmannschaft verriet Jürgen Klopp, dass er "für den Moment" Marc-Andre ter Stegen als Nummer eins der DFB-Elf sieht. Eine Entscheidung, an der der 59-Jährige auch nach der Bekanntgabe seines zweiten Kaders festhält. Marcel Reif kann sich dennoch vorstellen, dass auch Jonas Urbig seine Chance erhalten wird.
"Marc hat eine fantastische Saison in Amsterdam", erklärte Jürgen Klopp bei "DFB.tv" mit Blick auf die T-Frage in der Nationalmannschaft: "Glücklicherweise haben auch Jonas Urbig und Alexander Nübel wirklich gute Saisons. Wir gehen in diese Spiele mit Marc als unserer Nummer eins. Und es geht hier nicht darum, wer gerade zufällig die besseren Paraden macht, denn Torhüter müssen viel Stabilität und Selbstvertrauen bieten."
Dass der 34-Jährige bei den anstehenden Partien gegen Serbien und die Niederlande im Tor stehen wird, glaubt Marcel Reif aber nicht. "Ich glaube, dass gegen Serbien möglicherweise der Urbig im Tor stehen wird und gegen die Niederlande dann wieder ter Stegen", vermutete der 74-Jährige am Donnerstag mit Blick auf die potentiellen Startformationen in den Nations-League-Partien bei der "Bild"-Sendung "Reif ist live".
Urbig oder ter Stegen: Auf wen setzt Jürgen Klopp?
Die ersten vier Partien der Gruppenphase im September und Oktober hatte Klopp bereits auf ein Job-Sharing-Modell im Kasten gesetzt. Ter Stegen hatte sein "Heimspiel" beim 1:1-Unentschieden in Amsterdam gegen die Niederlande bekommen. Bei der 0:1-Niederlage in Augsburg gegen Griechenland nur wenige Tage später hatte dann Alexander Nübel seine Chance unter dem 59-Jährigen bekommen.
Nach dem "Bettenwechsel" durfte sich Urbig dann in der Allianz Arena beim Debütsieg gegen Serbien (2:0) zeigen. Auch beim abschließenden 0:0-Unentschieden in Griechenland stand der Keeper des FC Bayern im Tor und ließ auch in seinem zweiten Länderspiel keinen Gegentreffer zu. Ob der Youngster im November möglicherweise ein drittes Spiel im DFB-Dress absolvieren wird, scheint aber eher unwahrscheinlich.
Mehr dazu:
"Es klingt seltsam formuliert, aber im Grunde geht es darum, zu wissen, wann man herauskommt und die Gefahr beseitigt – nicht ums Dribbeln, sondern einfach ums Klären des Balls. All das gehört zum Job", so Klopp, der ter Stegen hierfür als am besten geeignet erachtet, da der Ex-Gladbacher nach Ansicht des Bundestrainers "in diesem Bereich die meiste Erfahrung" hat.











