In der Fußball-Bundesliga verbrachte Timo Werner den Großteil seiner Karriere, an seine Zeit bei RB Leipzig denkt der ehemalige Nationalspieler allerdings mit gemischten Gefühlen zurück. Dass er jahrelang der Sündenbock gegnerischer Fans war, setzte ihm psychisch zu.
"Ich habe in meiner Karriere viel Scheiße erlebt. Auch in Deutschland musste ich viel Scheiße durchmachen. Es gab Momente, in denen ich zu Hause saß und wirklich am Boden war", berichtete Werner im Podcast "The Late Run".
Besonders die regelmäßigen Schmähgesänge und Buhrufe seien für ihn schwer zu ertragen gewesen. "Ich habe mich gefragt: Was zur Hölle? Egal, in welches Stadion ich komme, überall werde ich ausgebuht", blickte der Angreifer zurück. "Sie haben Lieder über mich gesungen, sich ständig irgendwelche Dinge ausgedacht - es war wirklich hart."
Die Ablehnung habe sich dabei nicht auf die Stadien beschränkt. "In keiner Stadt, in die ich kam, konnte ich mich nicht ungestört aufhalten", klagte der mittlerweile 30-Jährige. Rückblickend sei er dennoch stolz darauf, wie er mit dieser Phase umgegangen sei.
"In Deutschland habe ich viel durchgemacht"
Besonders während seiner ersten Zeit in Leipzig geriet Werner regelmäßig ins Visier gegnerischer Anhänger. Nach seinem Wechsel vom VfB Stuttgart zu den Sachsen im Jahr 2016 wurde der er in zahlreichen Stadien ausgepfiffen.
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Auslöser war unter anderem eine umstrittene Schwalbe im Bundesligaspiel gegen Schalke 04 im Dezember desselben Jahres, die ihn über längere Zeit zur Reizfigur machte. Sogar wenig schmeichelhafte Ballermann-Hits wurden über ihn geschrieben.
"In Deutschland habe ich viel durchgemacht, weil ich einmal eine Schwalbe gemacht habe. Danach waren sie dort jahrelang hinter mir her. Bei Chelsea war es ähnlich. Da habe ich ein paar Chancen vergeben und danach hatten sie es auf mich abgesehen", erinnerte sich Werner.
Dabei gehörte er zeitweise zu den erfolgreichsten deutschen Mittelstürmern. Für die Nationalmannschaft kam Werner auf 57 Einsätze.
Mittlerweile steht er bei den San José Earthquakes in der MLS unter Vertrag.





























