Der neue schwedische Biathlon-Schießtrainer Jonne Kähkönen darf in seiner finnischen Heimat leben und für die Arbeit nach Östersund pendeln. Er erklärte nun, warum er seinen Job in Italien für die neue Aufgabe im Norden getauscht hat.
Der ehemalige Biathlon-Schießtrainer der italienischen Frauen-Nationalmannschaft Jonne Kähkönen hat seine Arbeit für das schwedische Team begonnen - als Pendler.
Dem Finnen wurde eingeräumt, weiter in seiner Heimat wohnen zu dürfen. "Das könnte für mich ein Nachteil sein, weil ich reisen muss, aber es ist auch recht einfach", sagte er nun dem "Ekspressen": "Es sind zehn Tage oder zwei Wochen im Monat, dann wohne ich in einer Wohnung in der Nähe der Arena."
In Schweden bereitet man sich am Standort Östersund unter der Leitung von Cheftrainer Johannes Lukas auf die neue Biathlon-Saison vor. Nach dem Rücktritt des langjährigen Schießtrainers Jean-Marc Chabloz arbeitet der Neuzugang nun gemeinsam mit Johan Hagström.
Mehr dazu:
Biathlon-Coach geht neue Aufgaben an
"Meiner Ansicht nach ist es ein starkes Team mit allen nötigen Kompetenzen, sowohl im operativen Bereich als auch in der Führungsebene. Ich wusste, dass die Zusammenarbeit gut sein würde", erklärte Kähkönen, warum er sich für den Wechsel von Italien nach Schweden entschieden hat. Bei den Azzurri hatte er unter anderem mit den Top-Stars Dorothea Wierer und Lisa Vittozzi zusammengearbeitet.
Aus seiner Zeit in Italien gäbe es "vielleicht ein paar Dinge", die er mit ins Team bringen wolle: "Wir sprechen ziemlich viel über die technischen Details, was jetzt während der Trainingssaison sehr wichtig ist, aber im August/September müssen wir so trainieren, als ob wir an Wettkämpfen teilnehmen wollten."
Während die Schießtrainer die Athleten bislang unter sich aufgeteilt hatten, soll das neue Duo nun mit allen Biathletinnen und Biathleten arbeiten. "Es kann sein, dass man zu jemandem einen besseren Draht findet, aber es kann auch sein, dass der Draht zu jemand anderem schlechter wird", kommentierte er den Schritt. Man werde nun die Aufgaben bestmöglich verteilen.

