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Entwertung der Deutschen Meisterschaft?

DSV-Chef widerspricht Vorwürfen

Ein Bild aus dem Jahr 2019: Eisenbichler beginnt nun seine zweite Amtszeit als Biathlon-Sportdirektor
Ein Bild aus dem Jahr 2019: Eisenbichler beginnt nun seine zweite Amtszeit als Biathlon-Sportdirektor
Foto: © Ernst Wukits via www.imago-images.de
03. Juni 2026, 10:48
sport.de
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Der neue Biathlon-Sportdirektor des Deutschen Skiverbands (DSV), Bernd Eisenbichler, hat sechs Tickets für den Weltcup-Auftakt der Saison 2026/27 im finnischen Kontiolahti bereits vergeben. Anders als zuletzt ist für den Rest der deutschen Biathletinnen und Biathleten die Deutsche Meisterschaft im September keine Möglichkeit, sich zu qualifizieren. Eisenbichler erklärt nun die Hintergründe.

Das Sextett aus Janina Hettich-Walz, Julia Tannheimer und Vanessa Voigt bei den Frauen und Philipp Nawrath, Philipp Horn und Justus Strelow bei den Männern darf sicher beim Weltcup-Auftakt in Finnland (29. November) für Deutschland an den Start gehen. Die verbleibenden Plätze werden in internen Ausscheidungsrennen kurz vor dem Saisonbeginn verteilt, wie DSV-Sportdirektor Bernd Eisenbichler zuletzt im Podcast "Extrarunde" verriet.

Bedeutet auch: Im Gegensatz zum vergangenen Jahr fließt die Deutsche Meisterschaft im September nicht mehr in die Qualifikation ein. Eisenbichler erklärte nun im Gespräch mit "chiemgau24.de": "Ich halte nichts von einer Vorqualifikation im Sommer. Das ist mir zu weit weg vom Winter. Wir machen die konkrete Qualifikation kurz vor dem Start in die Saison."

Entwertung der Deutschen Meisterschaft? Eisenbichler widerspricht

Der Vorteil sei: "Dann sehen wir genau, wer entsprechend in Form ist, und können zum wirklich wichtigen Zeitpunkt mit der stärksten Mannschaft an den Start gehen."

Von einer Entwertung der Deutschen Meisterschaft will der neue Sportdirektor aber nichts wissen. "Die offenen Tickets für den Weltcup und den IBU-Cup werden auch durch Trainerentscheid vergeben. Wer also in der Vorbereitung überzeugt, kann trotzdem beim Saisonauftakt dabei sein. Das gilt auch für die Athleten, die aktuell keinen Kaderstatus haben. Alle können sich explizit auch über die Deutsche Meisterschaft für den Winter empfehlen", begründete der Nachfolger von Felix Bitterling.

Bernd Eisenbichler war bereits zwischen 2019 und 2022 Sportdirektor im deutschen Biathlon, wechselte dann in die Wirtschaft zu einem Bekleidungshersteller. Gefragt, was er im Vergleich zu seiner ersten Amtszeit anders machen wolle, entgegnete der 50-Jährige: "Ich wollte damals zu viele Dinge zu schnell verändern. Jetzt will ich die Themen priorisierter angehen."

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