Nach der Bekanntgabe der Verpflichtung von Stefan Horngacher ist im polnischen Skisprungverband PZN inzwischen auch klar definiert, welche Rolle der ehemalige Bundestrainer einnehmen wird. Klar ist: Der Österreicher soll den Cheftrainern nicht ihre Jobs wegnehmen.
Stefan Horngacher kehrt als Trainingskoordinator zum polnischen Skisprung-Nationalteam zurück, nachdem er zwischen 2016 und 2019 bereits als Chefcoach im Nachbarland gearbeitet hatte. Lange war auch darüber spekuliert worden, dass der 56-Jährige erneut einen Trainerposten übernehmen könnte - doch Horngachers Aufgaben sind klar abgesteckt.
Wojciech Topór, Cheftrainer der B-Mannschaft, machte dies im Gespräch mit "WP SportoweFakty" mehr als deutlich: "Die Situation ist klar. Die A- und B-Mannschaften haben Cheftrainer. Wir haben das letzte Wort."
Gleichwohl betonte Topór, dass man den erfahrenen Skisprung-Lehrer schätze und respektiere. "Daher werden wir seinen Rat selbstverständlich berücksichtigen."
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Horngacher unterstützt im Continental Cup
Seine Arbeit wird Horngacher aber während der Saison "nicht wesentlich beeinträchtigen. Es wird mir nur helfen und die Dinge erleichtern. Wir haben bereits Vorgespräche geführt, und Stefan ist bereit, uns bei einigen Wettbewerben des Continental Cups zu unterstützen", verriet Topór. Horngacher hat seine Arbeit für den polnischen Verband bereits aufgenommen, die Planungen für die Trainingslager und die Vorbereitung laufen.
"Bedenken" über die Verpflichtung des langjährigen Bundestrainers hatte Topór laut eigener Aussage nicht: "Wenn überhaupt, dann nur, dass es nicht klappen würde und Stefan nicht nach Polen kommen würde."
Die A-Nationalmannschaft wird weiterhin von Maciej Maciusiak betreut. Dass Stefan Horngacher als Schattentrainer verpflichtet wurde, verneinte zuletzt auch PZN-Vorstandsmitglied Wojciech Adam Fickowski auf Nachfrage von "Interia": "Natürlich nicht. Wir stehen voll und ganz hinter Maciek Maciusiak, für mich ist das eine Frage aus dem Bereich Science-Fiction."

