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Fourcade als Zünglein an der Waage

Biathlon-Erfolgscoach enthüllt Gründe für Comeback

Siegfried Mazet ist neuer Schießtrainer der französischen Biathlon-Herren
Siegfried Mazet ist neuer Schießtrainer der französischen Biathlon-Herren
Foto: © IMAGO/Tairo Lutter
05. Mai 2026, 10:00
sport.de
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Am Montag hat der französische Skiverband Rückkehrer Siegfried Mazet zum Schießtrainer der Biathlon-Nationalmannschaft ernannt. Chefcoach bleibt der ehemalige Weltklasse-Skijäger Simon Fourcade, der offenbar einer der Hauptgründe für Mazets Entscheidung war.

"Ich habe mit einigen Jungs und Mädels aus dem Team gesprochen, um mir ein Bild zu machen. Ich habe auch viel mit Simon gesprochen", verriet Mazet im Gespräch mit dem "Nordic Magazine".

Der 48-Jährige ergänzte: "Meine Wahl fiel auf die Jungs, weil ich unbedingt mit Simon Fourcade zusammenarbeiten wollte."

Hintergrund: Beide kennen sich schon sehr lange, Mazet trainierte Fourcade zwischen 2008 und 2016 acht Jahre lang, als dieser noch aktiver Athlet war. Kein Wunder also, dass sie nach wie vor ein gutes Verhältnis pflegen.

"Ich kenne seine Persönlichkeit und weiß, wie viel Energie und Einsatz er ins Training steckt", sagte Mazet, der nach zehn Jahren in Norwegen in seine Heimat zurückgekehrt ist, über Ex-Dominator Fourcade.

Dass er sich für ein Engagement im Herren-Team entschied, hing unmittelbar mit dem Job seines Ex-Schützlings zusammen. Andernfalls sei auch ein Job bei den Frauen eine Option gewesen, betonte Mazet, der sich laut eigener Aussage durchaus in einem Zwiespalt befand.

Mazet will von Frankreichs Biathlon-Stars "akzeptiert werden"

In den kommenden Wochen wird der neue Schießtrainer der französischen Biathlon-Nationalmannschaft die Gelegenheit haben, seine neuen Schützlinge Fabien Claude, Eric Perrot, Quentin Fillon-Maillet, Oscar Lombardot, Gaëtan Paturel und Emilien Claude kennenzulernen.

"Meine erste Herausforderung ist es, von ihnen akzeptiert zu werden und ihnen zu zeigen, was ich mit ihnen erreichen kann", kündigte Mazet an: "Das wird der Grundstein für ein gutes gegenseitiges Verständnis sein."

In Norwegen hatte der erfahrene Schießtrainer zuvor unzählige Erfolge gefeiert und großen Anteil am Aufstieg von Johannes Thingnes Bö zum Rekord-Weltmeister. Entsprechend hoch sind die Erwartungen nun in Frankreich.

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