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"Habe mein halbes Leben hier verbracht"

Ex-Biathlon-Weltmeister wird neuer Nationaltrainer

Michal Šlesingr wird Trainer der tschechischen Biathlon-Mannschaft
Michal Šlesingr wird Trainer der tschechischen Biathlon-Mannschaft
Foto: © Plihal Libor via www.imago-images.de
05. Mai 2026, 18:42
sport.de
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Mehr und mehr werden die Biathlon-Trainerbänke für die kommende Saison befüllt. Am Dienstag haben auch die Tschechen ihr neues Team für die Saison 2026/27 präsentiert. Neu im Trainer-Stab ist ein alter Bekannter, der bis heute einer der erfolgreichsten Skijäger des Landes ist. 

Der ehemalige tschechische Staffel-Weltmeister Michal Šlesingr kehrt nach einigen Jahren im Hintergrund wieder in die erste Biathlon-Reihe zurück und wird in der kommenden Saison gemeinsam mit seinem früheren Teamkollegen Ondřej Moravec die nationale Männer-Mannschaft übernehmen. Das teilte der tschechische Verband am Dienstag mit. 

"Ich kehre in eine Umgebung zurück, in der ich mein halbes Leben verbracht habe. Das wird eine große Herausforderung für mich und ich freue mich drauf. Ich habe gesehen, wie gut Ondřej Moravec mit dem Team arbeitet und bin auch froh, dass [Sportchef] Ondřej Rybář mit dabei bleibt", sagte Šlesingr in einer ersten Stellungnahme nach der Bekanntgabe seines Wechsels.

Der 43-Jährige war zwar auch in den letzten Jahren im tschechischen Biathlonverband aktiv, agierte dort jedoch nur in der zweiten Reihe als Technischer Koordinator. Nun kehrt er auf die Bühne zurück, die er aus seiner aktiven Zeit bestens kennt. 

Sensations-Gold bei Biathlon-WM unvergessen

"Als Athlet habe ich viel durchgemacht und rückblickend sehe ich, dass ich einige Sachen anders gemacht hätte. Ich glaube, dass ich diese Erfahrung jetzt an die Jungs weitergeben kann", sagte Šlesingr, der im Laufe seiner aktiven Karriere in 422 Weltcup-Rennen an den Start ging, ehe er seine Laufbahn im Jahr 2020 beendete.

Zum nationalen Biathlon-Gesicht wurde Šlesingr nicht nur durch seine Dauerpräsenz im Weltcup, sondern allen voran durch seine Erfolge. Im Laufe seiner Karriere räumte er bei Weltmeisterschaften einen kompletten Medaillensatz ab. 2007 in Antholz gewann er Silber und Bronze in Sprint und Einzel. 2015 in Kontiolahti holte er mit der Mixed-Staffel sensationell Gold. Im Weltcup stand er zudem zwei Mal ganz oben auf dem Treppchen. 

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