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"Zu tausend Prozent klar, dass es vorbei ist"

BVB-Star Süle beendet Karriere: "Habe zehn Minuten geweint"

Video: Das steckt hinter Süles Karriereende
07. Mai 2026, 07:02
sport.de
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Paukenschlag bei Borussia Dortmund vor dem letzten Bundesliga-Heimspiel der Saison gegen Eintracht Frankfurt am Freitag (20:30 Uhr): Noch BVB-Profi Niklas Süle wird seine Karriere nach der Spielzeit 2025/26 beenden.

Der Innenverteidiger bestätigte in dem Podcast "Spielmacher", dass für ihn in diesem Sommer endgültig Schluss sein wird - eine Entscheidung, die Süle offenbar nach einem dramatischen Moment in seiner alten sportlichen Heimat Hoffenheim traf.

"Ich möchte bekanntgeben, dass ich meine Karriere im Sommer beenden werde", erklärte der 30-Jährige.

Süles Vertrag beim BVB läuft am 30. Juni 2026 aus, danach will der 49-malige Nationalspieler seine Zeit als Profi-Fußballer abschließen und einen neuen Lebensabschnitt beginnen.

Den entscheidenden Auslöser für seine Entscheidung beschrieb Süle mit offenen und emotionalen Worten: Nach einer Knieverletzung am 30. Spieltag in Hoffenheim (1:2) hatte er große Angst vor einem erneuten Kreuzbandriss.

Bei der TSG hatte Süle zwischen 2010 und 2017 gespielt und seinen Durchbruch als Profi gefeiert.

BVB-Star in Angst vor drittem Kreuzbandriss

"Was ich empfunden habe, als unser Doc in der Kabine in Hoffenheim den Schubladentest gemacht hat, den Physio anschaute und den Kopf schüttelte, der Physio es ebenfalls gemacht hat und auch keinen Anschlag gemerkt hat, da bin ich in die Dusche und habe zehn Minuten geweint", schilderte Süle. "In der Situation dachte ich wirklich: 'Das ist gerissen!'"

Obwohl die anschließenden Untersuchungen positiv für den Abwehrspieler ausfielen und die befürchtete Horror-Diagnose nicht bestätigten, fiel bei Süle die Entscheidung: "Als ich am nächsten Tag ins MRT gekommen bin und die gute Nachricht erhalten habe, war für mich zu tausend Prozent klar, dass es vorbei ist."

Vor allem die Vorstellung eines weiteren langen Reha-Kampfes beeinflusste ihn in seiner Entscheidungsfindung: "Ich konnte mir nichts Schlimmeres vorstellen, als mich eigentlich auf die Zeit danach zu freuen – unabhängig zu sein, in den Urlaub zu gehen, Zeit mit meinen Kindern zu verbringen – dann aber meinen dritten Kreuzbandriss verarbeiten zu müssen."

Süle empfindet große Dankbarkeit

Trotz aller Rückschläge blickt Süle mit großer Dankbarkeit auf seine sportlich durchwachsenen Jahre beim BVB zurück.

Besonders die Fast-Meisterschaft in seiner ersten Saison bleibt für den einstigen Stammspieler unvergessen: "Was ich in meinem ersten Jahr erlebt habe, als wir fast Meister wurden – der Abend im Hotel, der Weg zum Stadion. Was ich da gefühlt habe, so habe ich höchstens noch vor meinem ersten Profispiel empfunden."

Auch die Verbindung zur Stadt und den Anhängern bedeute ihm sehr viel: "Ich wurde von den Fans immer offen empfangen. Die Zeit werde ich sehr vermissen." 

Süle war im Sommer 2022 vom FC Bayern zum BVB gewechselt, bestritt seit dem insgesamt 77 Bundesliga-Partien für die Schwarzgelben. Insgesamt lief der 1,95-Meter-Hüne bislang 299 Mal im Oberhaus auf.

Für Deutschland bestritt Süle 49 Länderspiele, nahm an den Weltmeisterschaften 2018 und 2022 teil. 

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