Der Stadt-Grand-Prix in Monaco ist nach wie vor eines der Highlights des Formel-1-Kalenders. Zwar werden immer wieder Stimmen laut, welche die kaum vorhandenen Überholmöglichkeiten in den engen Gassen anprangern, die Bilder aus dem Fürstentum sind aber immer wieder beeindruckend. Ein F1-Insider bestätigt nun, dass die Einführung weiterer Stadtkurse immer wieder diskutiert wird.
Richard Hopkins sammelte rund 25 Jahre Erfahrung in der Formel 1. Anfang der 1990er-Jahre arbeitete er bei McLaren unter anderem mit Fahrern wie Ayrton Senna, Alain Prost, Nigel Mansell, Mika Häkkinen, Fernando Alonso, Kimi Räikkönen und Lewis Hamilton zusammen. Von 2007 bis 2015 war er als Leiter des operativen Geschäfts für Red Bull Racing aktiv - eine Zeit, in der das Team je viermal die Fahrer-WM und Kontrukteurswertung gewann.
Im Gespräch mit "talkSPORT" hat Hopkins nun enthüllt, dass Pläne für neue Stadtkurse immer wieder im Umfeld der F1 kursieren.
"Es gab immer wieder Gerüchte über einen Großen Preis von London oder vielleicht einen Großen Preis von New York", sagte Hopkins, der inzwischen in Australien lebt.
Down Under habe man zudem über ein Rennen in Sydney diskutiert. "Es wurden also einige großartige Veranstaltungen ins Gespräch gebracht", fasste Hopkins zusammen.
Formel-1-Rennen in London? "Fantastisch" und "eine Herausforderung"
Vor allem ein Grand Prix in London wäre Hopkins zufolge allerdings schlicht "fantastisch". Allerdings schränkt der Formel-1-Kenner auch ein, dass es sicher sehr gute Gründe dafür gebe, warum es bislang noch nicht zu einer Umsetzung kam.
Stadtkurse seien an sich "eine Herausforderung" und das Spektakel in Monaco sei nur erlaubt, "weil es Monaco ist und es diese Strecke schon sehr, sehr lange gibt, und möglicherweise auch, weil die Autos im Vergleich zu anderen Strecken nicht unbedingt so schnell sind, wie sie es sein könnten". In London gäbe es ganz sicher "einige Herausforderungen".
"Rennstrecken müssen von der FIA zugelassen sein, und natürlich ist die Konzentration auf die Sicherheit heute wichtiger denn je", so Hopkins, der konkret fehlende Auslaufzonen "und alles andere, was heutzutage für eine FIA-Zulassung einer Rennstrecke erforderlich ist" als Hindernisse nannte.



