Leichtathletik-Star Abby Steiner geht juristisch gegen den Sportartikelhersteller Puma und dessen früheren Partner, den Formel-1-Rennstall Mercedes, vor.
Hintergrund der Klage, welche die 26-jährige US-Amerikanerin laut Medienberichten am 24. April vor dem Obersten Gerichtshof von Massachusetts eingereicht hat: das angeblich problematische Design von Laufschuhen, die schwere Fußverletzungen bei Steiner verursacht haben sollen.
In der Klageschrift heißt es, dass Mercedes und Puma "an der Konzeption, Entwicklung, Erprobung, Herstellung, Vermarktung, Verkaufsförderung, Werbung, dem Verkauf, Import und Vertrieb einer Vielzahl von Puma-Schuhen beteiligt waren und die Kontrolle darüber hatten, einschließlich der in dieser Klage beanstandeten Puma-Schuhe und deren Bestandteile".
Konkret heißt es dort weiter, dass das Schuhdesign sowie die Carbonfaserplatte und/oder die Nitrofoam-Technologie in mehreren Schuhmodellen von Puma "die Mechanik von Fuß und Knöchel beim Laufen verändert haben, was zu Verletzungen beitragen oder das Verletzungsrisiko erhöhen könnte".
Formel-1-Aktivitäten von Mercedes nicht direkt betroffen
Die Vorwürfe hängen nicht direkt mit den Motorsport-Aktivitäten von Mercedes zusammen. Aber: Technische Erkenntnisse aus der Formel 1 kommen bei der Konstruktion und Entwicklung von Leichtathletik-Spikes zum Tragen.
Mehr dazu:
Puma und Mercedes hatten zwölf Jahre zusammengearbeitet. 2025 ging der Formel-1-Rennstall dann eine neue Partnerschaft mit Adidas ein.
In der Klageschrift heißt es, dass Steiner "Schadensersatz für erhebliche Körperverletzungen und Schäden fordert, die der Klägerin entstanden sind, nachdem sie durch Produkte schwer verletzt wurde, die von den Beklagten entworfen, konstruiert, getestet, entwickelt, hergestellt, beworben, vermarktet, gefördert, importiert, verkauft und vertrieben wurden".
Mehrere Fuß-OPs bei Leichtathletik-Ass Steiner
Steiner machte auch geltend, dass den beklagten Unternehmen Mängel bekannt waren, die die Produkte "unsicher, unangemessen gefährlich, fehlerhaft und geeignet machten, den Verbrauchern bei normaler, zu erwartender und vorhersehbarer Verwendung Verletzungen und Schäden zuzufügen".
Die Sprinterin, die bei der Leichtathletik-WM 2022 in Eugene sowohl Gold in der 4-mal-100- als auch in der 4-mal-400-Meter-Staffel gewonnen hatte, wurde ab 2022 von Puma gesponsert.
2025 musste sie sich mehreren Fuß-Operationen unterziehen. Im vergangenen August kündigte sie dann an, sie werde "eine Pause vom Laufen einlegen".


