Der beschlossene Wechsel von Gianpiero Lambiase von Red Bull Racing zu McLaren war während der Formel-1-Pause im April eines der ganz großen Gesprächsthemen. Geht es nach Günther Steiner, ist das letzte Wort in der Angelegenheit noch nicht gesprochen.
Mit dem Ende der Formel-1-Saison 2027 endet auch die Ära von Gianpiero Lambiase bei Red Bull Racing. McLaren hat sich die Dienste des Top-Ingenieurs gesichert. Dass die Briten noch so lange auf ihren Neuzugang warten müssen, glaubt Günther Steiner allerdings nicht.
Im "Drive to Wynn"-Podcast erklärte Steiner, fest mit einem vorzeitigen Abschied des Renningenieurs zu rechnen. "Ich denke, dass er bei Red Bull ziemlich bald raus sein wird. Vielleicht kann er auch schon früher bei McLaren anfangen, aber sie [Red Bull] werden ihn nicht länger behalten", prognostizierte der Ex-Teamchef einen zeitnahen Abschied des Briten.
"Wenn man weiß, dass man woanders hingehen wird, ist es immer schwierig. Natürlich will man weiter einen guten Job machen, aber ist dein Herz noch mit 100 Prozent bei der Sache? Vielleicht sind es nur noch 99 Prozent. Und manchmal ist das in der Formel 1 nicht gut genug", begründete Steiner seine Einschätzung.
Muss sich Red Bull früher von Lambiase trennen?
Ganz ähnlich hatte sich zuvor auch schon David Coulthard zu der Personalie geäußert. Der Ex-Formel-1-Fahrer gab dabei zu bedenken, dass Lambiase bei Red Bull in der Saison 2027 gar nicht mehr voll eingebunden werden kann - aus Sorge vor den Insider-Informationen, die er dann mit zu McLaren nehmen könnte.
"Es wird einen Punkt geben, an dem sie sagen: Pass auf, Du kannst nicht mehr wirklich an diesem Auto mitarbeiten. Und Du kannst sicher nicht bei Diskussionen dabei sein, in denen es um die Entwicklungen für 2027 und darüber hinaus geht. Das wird ein unangenehmes Szenario", sagte Coulthard im "Up do Speed"-Podcast.



