Bayern Münchens Aufsichtsratsmitglied Uli Hoeneß hat sich mit einem persönlichen Wunsch-Szenario in die Torwartdebatte eingeschaltet. Der Ehrenpräsident skizzierte dabei ein klares Bild für die Zukunft, der derzeit an den VfB Stuttgart verliehene Alexander Nübel spielt dabei keine Rolle.
Uli Hoeneß würde eine abermalige Vertragsverlängerung von Kapitän Manuel Neuer begrüßen, um die Nachfolge im Tor des FC Bayern bestmöglich vorzubereiten.
"Wenn es nach mir geht, werden wir versuchen, ihn noch ein Jahr bei uns zu behalten, und ihn bitten, so ein Patronat für den Urbig zu machen", sagte der 74-Jährige im Podcast-Format "Auf eine weiß-blaue Tasse" mit Bayerns Ministerpräsident Markus Söder: "Nämlich, dass er sich zusammen mit ihm bereiterklärt, in manchen Spielen zu verzichten, damit Jonas - von dem wir sehr viel halten und an den wir wirklich glauben - sein Nachfolger wird."
Schon in der laufenden Spielzeit kam der im Winter 2025 verpflichtete Urbig zu mehreren Einsätzen. Wettbewerbsübergreifend stand er für den FC Bayern 14 Mal zwischen den Pfosten.
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Hoeneß räumte derweil ein, er sei "am Anfang nicht" überzeugt gewesen, dass der 21-Jährige das Neuer-Erbe tatsächlich antreten kann. Aber: "Was er bisher gezeigt hat, lässt wirklich hoffen, dass er das schafft."
Hoeneß lässt zu Stuttgarts Leihspieler Nübel aufhorchen
Der Ex-Kölner könnte dies aber "nur schaffen, wenn er spielt", so der Ehrenpräsident des FC Bayern überzeugt: "Deswegen wird es sehr wichtig sein, dass Manuel bereit ist, hier eine Patenschaft für den zu übernehmen. Sie verstehen sich übrigens sehr, sehr gut. Mit Nübel war das bisschen was anderes. Deswegen hoffen wir, dass er noch ein Jahr bleibt und die Zukunft vorbereitet."
Worte, die darauf schließen lassen, dass der derzeit an den VfB Stuttgart verliehene Nationaltorwart Alexander Nübel keine allzu große Rolle in den Planungen des FC Bayern spielen dürfte. Der gebürtige Paderborner (drei Länderspiele) war 2020 ablösefrei vom FC Schalke 04 nach München gewechselt, kam seither aber lediglich zu vier Pflichtspielen für den deutschen Rekordmeister.
Nach einer zweijährigen Leihe zur AS Monaco zog Nübel im Sommer 2023 zum VfB Stuttgart und reifte dort zum Nationalspieler. Die Leihe endet nach der laufenden Saison, beim FC Bayern besitzt er noch einen Vertrag bis 2030.
Neuer liegt noch "kein Angebot" des FC Bayern vor
Wie es mit Manuel Neuer derweil weitergeht, soll erst in den kommenden Wochen entschieden werden. Bei "DAZN" sagte Sportvorstand Max Eberl zuletzt, dass Neuer derzeit vonseiten des FC Bayern noch "kein Angebot vorliegen" habe. Allerdings erklärte der Bayern-Boss auch, dass man an der Säbener Straße durchaus noch mindestens ein Jahr auf Neuer setzen würde.
"Die Fitness, geistige Frische, die Lust auf ein weiteres Jahr - das muss er ein Stück weit symbolisieren und dann werden wir die Dinge übereinanderlegen und dann würde es auch wahrscheinlich eine Lösung geben", bezog Eberl Stellung. Lediglich Forderungen Neuers in "utopischer Art und Weise" würden eine Verlängerung verhindern, "aber das kann ich mir ehrlicherweise nicht vorstellen", so Eberl weiter.































