Bei Fußball-Zweitligist Hertha BSC wächst die Sorge vor einem besonders bitteren Aderlass: Mit Boris Mamuzah Lum und Kennet Eichhorn stehen gleich zwei der größten Berliner Nachwuchshoffnungen im Fokus internationaler Topklubs.
Vor allem Boris Mamuzah Lum hat zuletzt mächtig auf sich aufmerksam gemacht. Der 18-Jährige führte Deutschlands U19-Nationalmannschaft mit starken Leistungen zur Europameisterschaft in Wales. Das Hertha-Eigengewächs stand in allen entscheidenden EM-Qualifikationsspielen in der Startelf. Beim Sieg gegen Österreich überzeugte er im Mittelfeld und wurde dabei von zahlreichen Scouts internationaler Topklubs beobachtet.
Auch Eichhorn gilt seit Monaten als heiß begehrtes Wunderkind bei den Herthanern. Für den 16-Jährigen existiert laut "Bild" eine Ausstiegsklausel im Bereich von zehn bis zwölf Millionen Euro. Eine Summe, die angesichts der bereits gezeigten Leistungen im Profibereich für viele Topklubs eine sinnvolle Investition in die Zukunft bedeuten dürfte.
Nach Informationen der "Bild" hofft Hertha BSC aktuell auf das Modell, Eichhorn zu verkaufen, um ihn immerhin direkt wieder ausleihen und mit Spielpraxis versehen zu können. Wie realistisch dieses Szenario ist, ist nach derzeitiger Sachlage aber wohl noch völlig offen.
Gesunkene Ausstiegsklausel bei Hertha-Juwel Lum?
Bei Boris Lum soll sich laut dem Zeitungsbericht die vertragliche Situation geändert haben, was es für Hertha BSC ebenfalls kompliziert machen könnte.
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Die festgeschriebene Ausstiegsklausel in seinem Hertha-Vertrag soll mittlerweile nur noch rund drei Millionen Euro betragen, für Champions-League-Klubs etwas höher. Die jüngsten Leistungen dürften das Interesse von potenziellen Abnehmern vor dem Hintergrund dieser überschaubaren Ausstiegsklausel nur weiter befeuern. Die Klausel soll im letzten Jahr noch bei fünf Millionen Euro gelegen haben.
Die Ausgangslage ist klar: Hertha BSC will seine Talente halten, doch die Vertragskonstruktionen und die wachsende Aufmerksamkeit aus dem Ausland machen einen Verbleib von Lum und Eichhorn über den Sommer hinaus sehr unwahrscheinlich. Vor allem, da die Alte Dame mit der Aufstiegsfrage wohl auch in diesem Jahr nichts mehr zu tun haben wird.
































