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HSV schickt Kampfansage an die Konkurrenz

Der Treffer von Lewis Holtby (l.) macht dem HSV wieder Mut
Der Treffer von Lewis Holtby (l.) macht dem HSV wieder Mut
Foto: © getty, Stuart Franklin
22. April 2018, 13:02

Der Hamburger SV lebt noch: Nach dem 1:0-Erfolg im überlebenswichtigen Kellerduell gegen den SC Freiburg glauben die Rothosen mehr denn je wieder an den Bundesliga-Klassenerhalt - und schickt Kampfansagen an die Konkurrenz.

Der Emotions-Leader des Hamburger SV schickte im Überlebenskampf der Fußball-Bundesliga eine deutliche Ansage an die Konkurrenz.

"Ich möchte nicht in der Haut der anderen stecken", sagte Lewis Holtby noch völlig aufgeputscht von seinem Siegtor zum 1:0 (0:0) gegen den SC Freiburg. "Psychologisch gesehen wäre ich jetzt nicht gerne der Gejagte, sondern ich bin lieber der Jäger", meinte Holtby.

Noch immer hat der Tabellen-17. fünf Punkte Rückstand auf den Relegationsrang. Aber zumindest psychologisch hat sich spätestens an diesem Wochenende etwas zugunsten der Hamburger verschoben: Der HSV ist im Aufwind, Trainer Christian Titz hat der Mannschaft eine Spielidee und eine neue Mentalität gegeben.

Mit dem SC Freiburg und dem nächsten Gegner VfL Wolfsburg hat er dagegen gleich zwei Konkurrenten wieder in Reichweite, die aktuell einen desolaten Eindruck hinterlassen. Wie schon in der vergangenen Saison kommt es am nächsten Samstag zu einer Art Abstiegskampf-Endspiel zwischen den "Wölfen" und dem Bundesliga-Dino.

Im Vorjahr behielt der HSV die Oberhand und schickte Wolfsburg in die Relegation. "Wir müssen die Spiele mit dem absoluten Überlebensfight annehmen", sagte Holtby.

"Wir waren abgeschlagen"

Auch diese Aussage zeigt: Der Glaube an das Wunder Klassenverbleib ist beim HSV zurück. Plötzlich erscheinen nach dem zweiten Heimsieg nacheinander alle Abgesänge auf den Traditionsklub verfrüht.

"Ich muss meiner Mannschaft ein Kompliment machen. Wir waren abgeschlagen, dann ist es nicht leicht, sich Woche für Woche ranzukämpfen", meinte Trainer Titz. "Wir können jetzt in Wolfsburg wieder in Schlagdistanz kommen, darauf müssen wir uns konzentrieren." Allerdings: Der letzte Auswärtssieg des HSV war am zweiten Spieltag in Köln.

Titz hat für eine Aufbruchstimmung in Hamburg gesorgt. In fünf Spielen holte der 47-Jährige zwei Siege und ein Remis. Abgeschriebene Spieler wie Holtby oder Torwart Julian Pollersbeck sind Leistungsträger, neue Gesichter wie Matti Steinmann und Dribbelfloh Tatsuya Ito bereichern das Team.

"Es liegt an uns. Wir haben schon im vergangenen Jahr gezeigt, dass wir das Unmögliche möglich machen können. Das wollen wir jetzt wieder schaffen", sagte Kapitän Gotoku Sakai. "Jedes Spiel ist eine K.o.-Runde."

Die Geschichte macht Hamburg Hoffnung

Mut macht dem HSV ein Blick in das Bundesliga-Geschichtsbuch, Kapitel Aufholjagden: 2011 lag Borussia Mönchengladbach sechs Spieltage vor Saisonende fünf Punkte hinter dem Relegationsrang.

Mit 13 Punkten aus sechs Spielen unter Trainer Lucien Favre ging es für die Gladbacher noch in die Relegation, in der sie sich gegen den VfL Bochum durchsetzten.

1994 - damals noch mit der Zwei-Punkte-Regel und ohne Relegation - gelang Freiburg mit Trainer Volker Finke durch drei Siege an den letzten drei Spieltagen noch der Sprung auf den 15. Tabellenplatz. 1. FC Nürnberg musste in die 2. Bundesliga. Wie auch 1999, als sich Eintracht Frankfurt unter Trainer Jörg Berger im wohl dramatischsten Abstiegsfinale mit vier Siegen in Serie und dem legendären 5:1 gegen Kaiserslautern am letzten Spieltag noch rettete.

In der Gegenwart ist der Relegationsrang für den HSV zumindest wieder in Sichtweite, und auch der direkte Klassenverbleib ist noch möglich. Die Freiburger stehen mit 30 Zählern auf dem wichtigen 16. Tabellenplatz, davor sind die punktgleichen Wolfsburger. Die Freiburger sind nach der fünften Niederlage in Serie angeknockt, die Wolfsburger präsentierten sich beim 0:3 in Gladbach desolat.

Dass das HSV-Spiel derzeit auch keine Offenbarung ist, war auch gegen den SCF zu sehen. Erst nach der Pause zeigten die Hamburger den Willen zum Wunder und belohnten sich mit dem Treffer von Holtby (54.) - seinem dritten im fünften Spiel unter Titz.

In der ersten Halbzeit konnten sie sich indes bei ihrem Torwart Pollersbeck bedanken, dass sie nicht in Rückstand gerieten.

34. Spieltag
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SV Werder Bremen
SV Werder Bremen
SV Werder
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Borussia Dortmund
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1. FC Heidenheim 1846
1. FC Heidenheim 1846
Heidenheim
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1. FSV Mainz 05
1. FSV Mainz 05
Mainz 05
2
2
15:30
Sa, 16.05.
Beendet
SC Freiburg
SC Freiburg
Freiburg
4
2
RB Leipzig
RB Leipzig
RB Leipzig
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15:30
Sa, 16.05.
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Eintracht Frankfurt
Eintracht Frankfurt
E. Frankfurt
2
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VfB Stuttgart
VfB Stuttgart
Stuttgart
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2
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Sa, 16.05.
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VfL Wolfsburg
Wolfsburg
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Sa, 16.05.
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1. FC Union Berlin
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Sa, 16.05.
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1. FC Köln
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Bayer Leverkusen
Bayer Leverkusen
Leverkusen
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Hamburger SV
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Sa, 16.05.
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#MannschaftMannschaftSp.SUNToreDiff.Pkt.
1FC Bayern MünchenFC Bayern MünchenFC Bayern342851122:368689
2Borussia DortmundBorussia DortmundBVB34227570:343673
3RB LeipzigRB LeipzigRB Leipzig34205966:471965
4VfB StuttgartVfB StuttgartStuttgart34188871:492262
5TSG HoffenheimTSG HoffenheimHoffenheim34187965:521361
6Bayer LeverkusenBayer LeverkusenLeverkusen34178968:472159
7SC FreiburgSC FreiburgFreiburg341381351:57-647
8Eintracht FrankfurtEintracht FrankfurtE. Frankfurt3411111261:65-444
9FC AugsburgFC AugsburgAugsburg341271545:61-1643
101. FSV Mainz 051. FSV Mainz 05Mainz 053410101444:53-940
111. FC Union Berlin1. FC Union BerlinUnion Berlin341091544:58-1439
12Bor. MönchengladbachBor. MönchengladbachM'gladbach349111442:53-1138
13Hamburger SVHamburger SVHamburger SV349111440:54-1438
141. FC Köln1. FC Köln1. FC Köln347111649:63-1432
15SV Werder BremenSV Werder BremenSV Werder34881837:60-2332
16VfL WolfsburgVfL WolfsburgWolfsburg34781945:69-2429
171. FC Heidenheim 18461. FC Heidenheim 1846Heidenheim34682041:72-3126
18FC St. PauliFC St. PauliSt. Pauli34682029:60-3126
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