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Muto und Zieler entscheiden Schlammschlacht von Mainz

Doppelpacker Muto (l.) wird in Mainz gefeiert
Doppelpacker Muto (l.) wird in Mainz gefeiert
Foto: © getty, Alex Grimm
20. Januar 2018, 17:36

Dank eines Doppelpacks von Yoshinori Muto hat sich der FSV Mainz 05 bei schwierigen äußeren Verhältnissen Luft im Abstiegskampf verschafft. Die Rheinhessen drehten einen Rückstand und gewannen 3:2 (1:1) gegen den VfB Stuttgart, der auswärts weiter auf den ersten Saisonsieg wartet.

Nationalspieler Mario Gomez konnte im zweiten Spiel nach seiner Rückkehr zum VfB keine wichtigen Impulse setzen und wurde in der 52. Minute ausgewechselt. Holger Badstuber (19.) traf zur Führung für die Schwaben, Muto (45.+2 und 54.) drehte die Partie zu Gunsten der Mainzer. Gerrit Holtmann (64.) erhöhte, ehe Daniel Ginczek (90.+1) noch einmal verkürzte.

Die Rheinhessen gewannen erstmals nach fünf Spielen ohne Sieg und haben vorerst vier Zähler Vorsprung auf den Relegationsrang. Der VfB, bei dem Torhüter Ron-Robert Zieler bei zwei Gegentoren patzte, bleibt die auswärtsschwächste Mannschaft der Liga.

Stuttgarts Trainer Hannes Wolf musste kurioserweise kurzfristig auf Chadrac Akolo verzichten, weil dessen Aufenthaltsgenehmigung in der vergangenen Nacht abgelaufen war. Dafür rückte Emiliano Insua in die Startelf der Gäste, die das Saisonaus von Carlos Mané (Sehnenriss am Oberschenkel) kompensieren müssen. Auf Seiten der Mainzer saß Rückkehrer Anthony Ujah erneut auf der Bank. Von dort sah der Nigerianer zu Beginn des Spiels viele Fehlpässe, die größtenteils dem aufgeweichten Rasen geschuldet waren.

Badstuber im Glück

Dennoch entwickelte sich im Mainzer Schneeregen von Beginn an ein schnelles Spiel, das zunächst von den Gastgebern angetrieben wurde. Die erste gute Möglichkeit vor 25.674 Zuschauern hatte Muto (4.), der aus kurzer Distanz an VfB-Torwart Ron-Robert Zieler scheiterte. Nach schnellem Umschaltspiel lief Robin Quaison (17.) dann alleine auf den Torhüter zu, aber auch er fand im bis dato glänzend aufgelegten Zieler seinen Meister.

Dann stemmten sich auch die Schwaben gegen die widrigen Umstände und belohnten sich mit dem Führungstor - nach einem Freistoß hatte Badstuber Glück, als nach seinem Schuss drei Mainzer den Ball nicht abwehren konnten, sondern ins eigene Tor lenkten.

Video-Assistent greift ein

Mainz ließ sich davon nicht beirren und suchte über den agilen Quaison weiter den Weg nach vorne. Einen Kopfballtreffer von Suat Serdar (42.) nahm Schiedsrichter Harm Osmers nach Rücksprache mit dem Video-Assistenten zurück, weil dem Torschützen der Ball 20 Sekunden zuvor an die Hand gesprungen war. Kurz darauf patzte Zieler bei einem harmlosen Fernschuss von Muto.

Nach Wiederanpfiff bestätigten die Gastgeber ihre gute Leistung aus dem ersten Durchgang. Erneut war es Muto, der zunächst an Zieler scheiterte, den Abpraller aber nutzen konnte. Zehn Minuten später führte Holtmann die Entscheidung herbei, erneut sah Zieler nicht gut aus.

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