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VfL Wolfsburg hofft auf Déjà-vu

Foto: © dpa
15. September 2015, 07:19

Der VfL Wolfsburg ist endlich wieder da, wonach er dem Selbstverständnis und den Wünschen von Klubeigner Volkswagen auch hingehört: In der Champions League.

Am Dienstag gibt der Bundesligist gegen ZSKA Moskau sein Comeback in der Königsklasse des europäischen Fußballs. Auf den Tag genau vor sechs Jahren war ZSKA schon 2009 in der ersten und bislang einzigen Wolfsburger Champions-League-Saison Auftaktgegner in der Gruppe B. Damals gewann der VfL 3:1. Auch diesmal stehen die Vorzeichen nicht schlecht.

Der Gegner: Der Armeeklub war 2005 UEFA-Pokalsieger und zuletzt 2014 russischer Meister. Insgesamt gewann ZSKA bereits 14 nationale Meisterschaften. Das Team von Trainer Leonid Sluzki startete mit sieben Siegen in Serie stark in die Saison. Nach acht Spielen ist Moskau ungeschlagener Tabellenführer in Russland. Der größte Erfolg in der Champions League bislang war der Einzug ins Viertelfinale 2009/2010, als Wolfsburg in der Gruppenphase an ZSKA gescheitert war.

Darauf kommt es an: "Wir hoffen auf die notwendige Geduld. Wenn wir aus unseren Fehlern gegen Neapel gelernt haben, könnte es etwas werden", sagte Wolfsburgs Trainer Dieter Hecking vor dem Spiel. Er spielte damit auf das Aus im Europa-League-Viertelfinale im April an. Vor allem beim 1:4 im Hinspiel gegen den SSC Neapel spielte Wolfsburg zu naiv und ungestüm und wurde dafür bitter bestraft. Hecking warnte zudem vor der Offensivreihe Moskaus mit dem früheren Kölner Bundesligaprofi Zoran Tosic, Alan Dsagojew, Roman Eremenko und den Stürmern Ahmed Musa und Seydou Doumbia.

Das Personal: Allrounder Vieirinha wird dem VfL zum Auftakt in der Königsklasse fehlen. Der Portugiese war bereits beim 0:0 in Ingolstadt wegen einer Oberschenkelverletzung ausgefallen. "Personell wird sich nicht viel ändern im Vergleich zu Ingolstadt", meinte Hecking. Ex-Nationalspieler Christian Träsch bleibt also als Rechtsverteidiger im Team. Erwartet wird, dass der dauerhaft formschwache André Schürrle wieder auf die Bank muss und Max Kruse dafür in die Stammelf zurückkehrt. Maximilian Arnold für Josuha Guilavogui im defensiven Mittelfeld wäre eine offensivere Variante.

Das sagt Dieter Hecking: "Das ist eine Mannschaft, die schlägt man nicht mal eben mit links. Das wird eine harte Nuss auf dem Niveau, wo wir hin wollen", sagte VfL-Coach Hecking vor seiner persönlichen Champions-League-Premiere: Das ist nochmal ein besonderer Einschnitt in einer Trainerkarriere."

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