Beim Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt (3:2) wurde Julian Brandt am Freitag bei Borussia Dortmund verabschiedet. TV-Experte Dietmar Hamann glaubt, dass ihm der BVB-Abschied gut tun und Brandt noch einmal richtig aufblühen wird.
"Ich hätte mir den Schritt vor ein, zwei Jahren gewünscht. Woanders wird der zwei, drei richtig gute Jahre haben. Der neue Verein kriegt einen richtig guten Spieler. Ich glaube, dass es ihm helfen wird", sagte der ehemalige Nationalspieler bei "Sky".
Brandt war im Sommer 2019 mit hoher Erwartungshaltung aus Leverkusen zum BVB gewechselt. In Dortmund fehlte ihm in den letzten Jahren aber allzu oft die Konstanz.
Mit seinen Leistungsschwankungen stand er beispielhaft für einen BVB, der abgesehen vom Pokalsieg unter Edin Terzic die großen Titel stets knapp verpasste.
Für Hamann ist die Kritik am Mittelfeldspieler zuletzt aber zu weit gegangen. Zunehmend habe Brandt als Sündenbock herhalten müssen.
Brandt vom BVB zu Atlético Madrid?
"Weil in der Vergangenheit war es so: Wenn es nicht gelaufen ist, war der Brandt schuld. Das war oft sinnbildlich. Da war auch oft was Wahres dran, aber oft vielleicht auch etwas überspitzt. Vielleicht hat man ihm da Unrecht getan. Deswegen glaube ich, tut es ihm gut, mal was anderes zu sehen", argumentierte der 52-Jährige.
Schon im Frühjahr hatte der BVB bekanntgegeben, dass der auslaufende Vertrag des Spielmachers nicht verlängert wird. Wo seine Zukunft liegt, ist noch unklar.
"Ich bin da sehr geordnet", sagte Brandt am Freitag bei "Sky" zum Entscheidungsprozess: "In manchen Doppelpass-Runden wirft man dafür zwei Euro ins Sparschwein. Aber: Ich mache einen Schritt nach dem anderen. Das wird sich nicht bis in den August ziehen, das kann ich sagen."
Medienberichten zufolge soll vor allem Atlético Madrid Interesse am Offensivspieler zeigen, die Rojiblancos suchen einen Ersatz für Superstar Antoine Griezmann. Auf die Frage, ob er schon Spanisch spreche, entgegnete Brandt mit einem Lächeln: "Un poco", also "ein bisschen".




























