Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus macht nach den Eindrücken der ersten vier Länderspiele unter dem neuen Bundestrainer Jürgen Klopp eine weitere spannende Personal-Diskussion auf.
In einem "Bild"-Beitrag stellte der Weltmeister von 1990 die These auf, in Klopps System könnten nur Jamal Musiala (FC Bayern) oder Florian Wirtz (FC Liverpool) spielen. Einem der beiden Top-Stars droht demnach die Bank.
Matthäus sieht an dieser Stelle ein "Luxus-Problem" im DFB-Team und erklärte: "Dieses Problem muss Klopp lösen."
Er stellte klar: "Ging es nach mir, können gerne Jamal Musiala und Florian Wirtz zusammenspielen." Sollte Klopp auf der Sechs aber auf Kapitän Joshua Kimmich setzen, "wäre das Duo Musiala/Wirtz gegen Top-Mannschaften zu offensiv", warnte Matthäus.
Zwar seien Musiala und Wirtz "wohl unsere besten Spieler, wenn sie wieder in Topform kommen", so der 65-Jährige. "Einen davon draußen zu lassen, klingt daher absurd. Aber wir erinnern uns: In der deutschen Fußball-Geschichte gab es dieses Luxus-Problem schon einmal. Damals hieß es: Günter Netzer oder Wolfgang Overath!"
Nationalmannschaft: Wirtz UND Musiala? Matthäus glaubt nicht dran
Der damalige Bundestrainer Helmut Schön habe sich beim WM-Triumph 1974 dann für Overath entschieden, schilderte Matthäus. "Netzer kam beim Turnier im eigenen Land nur zu einem einzigen Kurzeinsatz (beim 0:1 gegen die DDR), während Overath am Ende den WM-Pokal in den Händen hielt".
Mit Blick auf die aktuelle Situation meinte Matthäus: "Ich würde mich sehr freuen, wenn Klopp die Frage beantworten könnte mit: Musiala UND Wirtz! Nach Ansicht der ersten vier Länderspiele glaube ich aber nicht – vorausgesetzt, Klopp bleibt seinem System treu –, dass wir diese Lösung bei der Europameisterschaft 2028 sehen werden."
Grundsätzlich habe unter Klopp "kein Spieler einen Puffer oder Freifahrtschein", betonte die deutsche Fußball-Ikone.














