Nachdem Borussia Dortmund im Bundesliga-Heimspiel gegen Werder Bremen einen 2:0-Vorsprung aus der Hand gegeben hatte, wollte der BVB im Champions-League-Duell mit FK Bodö/Glimt aus Norwegen Wiedergutmachung leisten. Doch die zweite Garde lieferte am Polarkreis nicht ab, verlor gegen den Fußball-Zwerg mit 0:1. Am Samstag folgte eine Nullnummer bei Union Berlin. Mario Basler fand deutliche Worte.
Die vergangene Woche lief für Borussia Dortmund in sportlicher Hinsicht so gar nicht wie geplant. Erst verspielte der BVB einen sicher geglaubten Sieg in der Liga gegen Werder Bremen, dann lieferte die Mannschaft einen eher lustlosen Auftritt in der Champions League bei FK Bodö/Glimt und kassierte in der Folge eine verdiente Niederlage. Der Auftritt der Westfalen gefiel Mario Basler ganz und gar nicht.
"Du fährst nach Bodø/Glimt, die letztes Jahr eine tolle Saison gespielt haben in der Champions League, das darf man nicht vergessen, aber da erwarte ich halt auch mehr. Da erwarte ich von Borussia Dortmund einfach eine andere Einstellung", polterte der Ex-Profi im Podcast "Basler ballert" und machte bei seiner deutlichen Kritik auch vor Cheftrainer Niko Kovac nicht halt, der gegen die Norweger auf eine große Rotation setzte.
BVB muss Spiel "mit voller Kapelle angehen"
Dass der Übungsleiter seine Mannschaft im Gegensatz zum Duell mit den Norddeutschen auf gleich fünf Positionen veränderte, konnte der Ex-Nationalspieler nicht nachvollziehen: "Ich finde, diese Spiele musst du mit voller Kapelle angehen. Du kannst ja, wenn du vielleicht das eine oder andere Tor dann gemacht hast, ja immer noch in der Halbzeit drei, vier Mann auswechseln."
Dass man die halbe Startelf aus Gründen der Belastungssteuerung austausche, "macht daher keinen Sinn", findet Basler: "Wenn du in Rückstand gerätst, dann musst du auch reagieren. Dann haben die Spieler auch keine richtige Pause, Da haben die 45 Minuten ja auch nichts gebracht. Guck, dass du in Führung gehst mit ein oder zwei Toren und wechsel dann."
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"Letzten Endes hat jeder Einzelne, der bei uns im Kader ist, die Möglichkeit beziehungsweise die Qualität zu spielen", betonte Kovac nach der Niederlage und nahm die Schuld an der Niederlage auf sich: "Das hat nicht geklappt. Das muss ich ganz klar sagen. Das nehme ich dann auch auf meine Kappe. Ich habe die Mannschaft aufgestellt, aber die Leidenschaft hat mir einfach gefehlt."
Das rechnet Basler dem Deutsch-Kroaten zwar hoch an, fordert allerdings, dass die Dortmunder erneute Rotationen in der Champions League künftig sein lassen.
Am Wochenende bot Kovac wieder viele Stammspieler bei Union Berlin auf, in Köpenick reichte es allerdings nur zu einem 0:0.
































