Bei Italiens Rekordmeister Juventus Turin brennt nach der heftigen 0:3-Niederlage gegen Lazio Rom im heimischen Stadion der Baum. Während DFB-Stürmer Nick Woltemade sein erstes Liga-Tor erneut verpasste, steht nun Star-Trainer Luciano Spalletti mächtig unter Druck.
Wie die italienische Zeitung "Il Sole 24 Ore" berichtet, muss Juventus-Trainer Luciano Spalletti womöglich um seinen Job fürchten. Ein Jahr nach seinem Antritt bei der Alten Dame stehe der 67-Jährige "wieder am Anfang".
Bezeichnend: Sein Vorgänger Igor Tudo war im Oktober vergangenen Jahres nach dem achten Spieltag entlassen worden, als die Alte Dame zwölf Zähler auf dem Konto hatte. Spalletti sammelte mit seinem Team an den ersten sieben Spieltagen elf Zähler ein.
Spalletti wirke aktuell "genau wie seine Spieler: leer, lustlos und ohne Identität", so die Kritik. Die "Gazzetta dello Sport" schrieb: "Pfiffe im Stadion - Ist Spalletti in Gefahr?"
Nick Woltemade vergibt gute Chance zum Ausgleich
Immer wieder im Fokus stehen bei Juventus auch die bislang so unglücklich agierenden Stürmer Randal Kolo Muani und Nick Woltemade. Im Spalletti-System mit einem Mittelstürmer müssen sich die beiden Angreifer den Platz im Zentrum teilen. Gegen Lazio kam Woltemade aber nach dem Seitenwechsel für Ex-Bayer-Talent Kerim Alajbegovic an die Seite von Kolo Muani in die Partie.
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Der deutsche Nationalspieler brachte beim Stand von 0:1 sogleich neue Torgefahr in das Juve-Spiel. In der 55. Minute vergab Woltemade aber eine gute Gelegenheit zum Ausgleich, nachdem er von Kolo Muani in Szene gesetzt worden war. "Die Szene hinterlässt einen bitteren Nachgeschmack, denn ein Tor in diesem Moment hätte den Spielverlauf entscheidend verändern können", schreibt etwa das Fan-Portal "tuttojuve".
Stattdessen waren die Römer in der Folge erneut erfolgreich und entschieden die Partie mit zwei weiteren Toren.
Mit nur drei Siegen aus sieben Spielen sucht Juventus weiterhin vergeblich nach Konstanz. Platz acht in der Liga und acht Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Inter Mailand entsprechen nicht den Turiner Erwartungen.
Ähnlich ergeht es Woltemade, in der Liga bisher nur Joker. Noch immer wartet der Spieler, der im Sommer von Newcastle United zur Alten Dame verliehen worden war, auf einen Torerfolg in der obersten italienischen Spielklasse. Beim 2:1 gegen den spanischen Europa-League-Teilnehmer Celta Vigo hatte er am vergangenen Donnerstag noch zum zwischenzeitlichen Ausgleich getroffen.


































