Das Hin und Her in der Torhüterfrage der Deutschen Fußball-Nationalmannschaft wird am Donnerstag seine wohl entscheidende Wendung erfahren. Dann nämlich wird die Rückkehr von Manuel Neuer zwischen die Pfosten des DFB-Teams wohl auch offiziell verkündet werden. Dem bisherigen Stammtorhüter Oliver Baumann bliebe nur noch die Rolle als Ersatzkeeper. Rekordnationalspieler Lothar Matthäus zeigte sich zuversichtlich, dass der Routinier der TSG 1899 Hoffenheim auch in dieser Funktion einen Mehrwert bieten würde.
Zuletzt vermeldete die "Bild" bereits, dass Oliver Baumann dem Bundestrainer schon signalisiert haben soll, auch als Backup für Manuel Neuer mit zur Weltmeisterschaft zu fahren.
Der 40-jährige Keeper des FC Bayern fiel in der laufenden Saison gleich dreimal mit einer Wadenverletzung aus. Dass Neuer verletzungsfrei durch die WM-Vorbereitung und das -Turnier kommt, scheint daher alles andere als gesichert.
Der Weltmeister-Kapitän von 1990, Lothar Matthäus, zeigte sich in seiner "Sky"-Kolumne angetan von der Idee, Baumann auch als Nummer zwei mit in den DFB-Kader zu nehmen.
"Was aber, wenn sich Neuer kurz vor der WM oder während der Vorbereitung verletzt? Dann wäre Baumann wieder gefragt. Ich gehe davon aus, dass Baumann auch als Nummer zwei mit zur WM fahren würde. Er ist ein verlässlicher und starker Backup", so der deutsche Rekordnationalspieler.
Oliver Baumann bestritt bislang elf A-Länderspiele für Deutschland, war vor allem in der erfolgreichen WM-Qualifikation im vergangenen Jahr als Stammtorwart unter Julian Nagelsmann gesetzt.
Matthäus betont Wichtigkeit der "zwischenmenschlichen Beziehungen"
Trotz des vermeintlichen Kompromisses, dass Baumann nun als Ersatzkeeper mit zum Mega-Turnier in den USA, Mexiko und Kanada reisen werde, bleibe die gesamte Gemengelage laut Matthäus aber "unnötig kompliziert".
"Am Ende ist Nagelsmann der Bundestrainer. Er muss entscheiden, welches System er spielen will und welche Spieler dafür die besten Optionen sind. Mir geht es mehr um die zwischenmenschlichen Beziehungen zwischen einem Trainer und einem Spieler", erläuterte der TV-Experte bei "Sky".
Laut Matthäus sei es vor dem Mega-Turnier besonders wichtig, die gesamte Fußball-Nation hinter der Nationalmannschaft zu versammeln. Dem Binnenverhältnis zwischen Bundestrainer und Spieler komme daher eine ganz entscheidende Bedeutung zu: "Die Probleme sind jetzt da. Wie sie am Donnerstag offiziell gelöst werden, bleibt abzuwarten. Ich glaube, der DFB muss einige Scherben aufkehren, für die er selbst gesorgt hat."





























