Er führt Bayer Leverkusen als Kapitän aufs Spielfeld, ist defensiv vielseitig einsetzbar und gilt als Spieler, der den gegnerischen Angriffsreihen Respekt einflößt - zur Weltmeisterschaft wird Robert Andrich laut Informationen von RTL/ntv und sport.de wohl dennoch nicht reisen.
Bundestrainer Julian Nagelsmann hat Andrich nach Informationen von RTL-Reporter Thomas Lipke mitgeteilt, dass er es nicht in den Kader für die am 11. Juni beginnende Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko schaffen wird.
Andrich bestritt bislang 19 A-Länderspiele für den DFB, unter anderem nahm er an der EM 2024 teil und bestritt jede Partie. Seit dem Sommer 2025 verzichtete Nagelsmann allerdings vermehrt auf den 31-Jährigen. Lediglich beim 1:0 gegen Nordirland im Rahmen der WM-Qualifikation absolvierte Andrich im Oktober 2025 noch einmal einen Kurzeinsatz. Bei den letzten beiden Länderspielphasen im November 2025 und März 2026 fehlte der Leverkusener gänzlich.
Andrich selbst zeigte sich zuletzt noch kämpferisch. "Ich habe noch keinen Urlaub gebucht, die Hoffnung stirbt zuletzt", erklärte er nach dem 0:2 der Werkself im Halbfinale des DFB-Pokals gegen den FC Bayern bei "Sky". "Ich will dabei sein und ich habe etwas, was einer Gruppe sehr guttut."
Daraus wird nun offenbar nichts. Dabei hätte vor allem seine Flexibilität durchaus für eine Nominierung Andrichs gesprochen. Der gebürtige Potsdamer kann seine Stärken sowohl im zentralen Mittelfeld als auch in der Innenverteidigung ausspielen. Argumente für einen Stammplatz hätte es angesichts der Konkurrenz eher wenige gegeben, dass Andrich allerdings als Backup für mehrere Positionen dienen kann, spricht eigentlich für ihn.
WM-Kader wird am Donnerstag verkündet
Den WM-Kader gibt Nagelsmann am Donnerstag, zwei Tage vor dem Pokalfinale, bekannt. Ein Umstand, der ihm zuletzt durchaus Kritik einbrachte.
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"Wir haben zwei Tage später ein Pokal-Endspiel, da spielt Stuttgart gegen Bayern. Wie kann ich diese Kadernominierung zwei Tage davor machen, wo ich ganz sicher zwei, drei Spielern wehtun muss, die sich Hoffnungen auf diese Weltmeisterschaft machen?", monierte Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus im Gespräch mit "Sport Bild". Er finde das "psychologisch auf jeden Fall nicht unbedingt gut terminiert", so der 65-Jährige weiter.
"Die Festlegung der Termine sollte sich auch ein bisschen nach dem Spielplan der Vereine richten [...]. Das kannst du am 24. machen, nach dem Pokal-Endspiel. Diese Terminierung, die stört mich schon seit langer Zeit", ergänzte Matthäus.































