Im EHF European League-Final Four kommt es zu einer kuriosen Wiederholung: Exakt dieselben Halbfinalduelle wie im vergangenen Jahr stehen erneut auf dem Programm. Die Auslosung in Wien bescherte den Fans echte Kracher und reichlich Stoff für Revanchen.
Der deutsche Rekordmeister THW Kiel bekommt es beim Finalturnier in Hamburg am 30. und 31. Mai erneut mit Montpellier Handball zu tun. Im zweiten Halbfinale trifft Titelverteidiger SG Flensburg-Handewitt auf die MT Melsungen.
Gerade für Kiel steckt in dieser Ansetzung jede Menge Brisanz. Vor einem Jahr scheiterte der THW dramatisch mit 31:32 an Montpellier.
Trotz zweier Siege in der Gruppenphase der laufenden Saison warnt Geschäftsführer Viktor Szilagyi vor dem französischen Topteam: "Es wird ein offenes Duell um den Finaleinzug, auch wenn uns in der Gruppenphase zwei Siege gegen Montpellier gelungen sind."
Gleichzeitig weiß der ehemalige Profi, wie besonders ein solches Turnier sein kann: "Erfahrungsgemäß haben solche Turniere einen eigenen Charakter, und der größere Wille und die Tagesform entscheiden. Wir haben jetzt noch drei Wochen Zeit, uns auf unseren Traum vorzubereiten."
EHF-Boss rechnet mit "großartigem Turnier"
Während Kiel auf Wiedergutmachung hofft, geht Flensburg mit breiter Brust ins Finalturnier. Die Norddeutschen hatten sich im vergangenen Jahr im Endspiel deutlich mit 32:25 gegen Montpellier durchgesetzt und peilen nun den dritten Titel in Serie an. Für Melsungen wäre der erste Triumph in diesem Wettbewerb dagegen historisch.
Auch insgesamt bleibt die European League fest in deutscher Hand. Seit 2004 ging der Titel nur zweimal nicht an einen Bundesligisten. Neben Kiel gehören auch Frisch Auf Göppingen und SC Magdeburg mit jeweils vier Titeln zu den Rekordsiegern des Wettbewerbs.
Das Finale steigt am 31. Mai um 18 Uhr in Hamburg. Bereits zuvor wird das Spiel um Platz drei ausgetragen. Welche Mannschaften dort antreten, entscheidet sich in Halbfinals voller Spannung, Tradition und offener Rechnungen.
EHF-Präsident Michael Wiederer brachte die Vorfreude nach der Auslosung auf den Punkt: "Ich erwarte nicht weniger als ein großartiges Turnier."













