Die Schlusssirene war noch nicht ganz verklungen, da tanzten die Handballer des SC Magdeburg schon zu kölschen Klängen über den Hallenboden.
Der Kult-Hit "Viva Colonia" schallte aus den Lautsprechern - aus gutem Grund: Der SCM hat sein Ticket für das Final Four der Champions League in Köln gezogen und die Titelverteidigung endgültig ins Visier genommen.
"Natürlich sind wir glücklich. Ich bin froh und stolz – das war eines unserer besten Spiele der Saison. Wir haben wenig Fehler gemacht, sind aufs Tempo gegangen. Die Mannschaft hat eine fantastische Leistung gezeigt. Das war unglaublich", sagte Trainer Bennet Wiegert nach dem überzeugenden 45:37 (23:19) im Viertelfinal-Rückspiel gegen Pick Szeged. Schon im Hinspiel hatte sein Team mit 35:28 dominiert.
"Solch einen Sieg in der Champions League zu haben, ist nicht einfach", sagte Rückraumspieler Manuel Zehnder. Nach Köln zu fahren, sei "ein sehr schönes Gefühl".
Dieses Gefühl teilte auch Wiegert. "Wenn ich mir anschaue, was wir in den vergangenen zehn Jahren hier aufgebaut haben, ist das besonders. Das ist nicht selbstverständlich, dass wir zum vierten Mal in Folge im Final Four stehen und den Titel bereits zweimal gewonnen haben", sagte der 44-Jährige.
Unter seiner Leitung hatte Magdeburg 2023 und 2025 triumphiert, den ersten Erfolg im wichtigsten europäischen Vereinswettbewerb hatte es 2002 gegeben. Wie der Weg zum vierten Titel aussieht? Zeigt sich am Freitag. Um 11 Uhr werden die Halbfinal-Paarungen für den Showdown am 13. und 14. Juni in der Lanxess Arena gelost.
Neben Magdeburg träumen auch die Füchse Berlin vom ganz großen Wurf. Sie hatten sich im Vorjahresfinale noch dem SCM geschlagen geben müssen. Die weiteren Halbfinalisten sind der spanische Spitzenklub FC Barcelona und Aalborg HB aus Dänemark mit Nationalspieler Juri Knorr.
















