Bis zum vergangenen Winter ging es in der jungen Biathlon-Karriere des Franzosen Antonin Guy quasi nur bergauf, in den letzten Monaten war bei dem 20-Jährigen jedoch erstmals spürbar Sand im Getriebe. Mitverantwortlich dafür war eine Erkrankung, wie der frühere Juniorenweltmeister nun verraten hat.
Aufgrund einer Infektion blieb Antonin Guy in der Saison 2025/2026 hinter den Erwartungen zurück. Im Interview mit dem "Nordic Magazine" hat der Skijänger jetzt über seine Erkrankung und die Folgen gesprochen.
"Vor ein paar Tagen bekam ich die Ergebnisse eines Bluttests, der mir bestätigte, dass ich vor einigen Monaten das Epstein-Barr-Virus hatte", enthüllte Guy und ergänzte: "Ich habe es nicht im Winter bekommen, aber definitiv davor, und da es keine Trainingspause gab, musste ich es den ganzen Winter mit mir herumtragen, und das hat mich so erschöpft."
Womöglich hätten seine sportlichen Rückschläge nicht alleine am Virus gelegen, "aber es ist beruhigend zu wissen, dass der Körper gegen etwas angekämpft hat", betonte der Biathlet.
Biathlon-Talent Guy: "Mein Skifahren lief einfach nicht"
Guy, seines Zeichens Mitglied der "Exzellenzgruppe 2030" des französischen Skiverbandes, hatte die Junioren-WM am Arber in Deutschland verpasst und auch sonst mehrfach auf Wettkämpfe verzichten müssen.
Über die Hintergründe sagte er: "Ich habe mich auf den Skiern nicht schlecht gefühlt, aber mein Skifahren lief einfach nicht. Ich konnte beim Neustart kein Tempo aufbauen und nicht pushen."
Er habe sich "eingeschränkt" gefühlt, so Guy: "Das war echt nervig, auch wenn es Tage gab, an denen es besser lief, besonders bei eisigem und hartem Schnee wie in Autrans."
Zumindest am Gewehr machte der Franzose aber Fortschritte. "Ich hatte schon in den Vorjahren gut geschossen und gute Durchschnittswerte erzielt, aber dieses Mal bin ich noch einen Schritt weiter gegangen, vor allem was die Konstanz angeht", hob der junge Athlet stolz hervor.
Eine ordentliche Basis, um 2026/2027 wieder zurück zu alter Stärke zu finden.
