Zahlreiche Nationen haben ihre Biathlon-Kader für die kommende Saison bereits präsentiert. Frankreich wird Anfang kommender Woche nachziehen. Zur größten Verliererin könnte Jeanne Richard werden.
Die Kader-Nominierungen für die kommenden Biathlonsaison haben bereits für viele Schlagzeilen gesorgt. Allen voran in Norwegen, wo ein öffentlicher Streit über die Entscheidungen des Verbandes ausgebrochen ist. Etwas weniger turbulent, aber doch spannend wird es auch in Frankreich zugehen.
Bei der Grande Nation stellt sich vor allem die Frage, wie das neue Frauen-Team aussehen wird. Die Verantwortlichen haben hier nach einer sensationellen Saison die Qual der Wahl. Lou Jeanmonnot, Julia Simon, Justine Braisaz-Bouchet und Océane Michelon sind fest gesetzt. Camille Bened sollte ihren Platz ebenfalls sicher haben. Dahinter gibt es einige Fragezeichen.
Vergrößert Frankreich sein Biathlon-Aufgebot?
Zur größten Verliererin droht Jeanne Richard zu werden. Die 24-Jährige war in der Olympia-Saison Teil der A-Mannschaft, sorgte im vergangenen Winter allerdings fast ausschließlich für Negativ-Schlagzeilen. Sportlich enttäuschte sie, ihr freiwilliger Verzicht auf die Spiele löste zusätzlichen Trubel aus.
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Gleichzeitig hat Frankreichs zweite Reihe im IBU-Cup reihenweise überragende Leistungen gezeigt.
Auf einen Aufstieg ins A-Team dürfen unter anderem die beiden Nachwuchsstars Amandine Mengin (21) und Voldiya Galmace Paulin (20) hoffen. Sie haben im Vergleich zu Richard die deutlich besseren Argumente geliefert, obwohl sie überwiegend nur im IBU-Cup ran durften.
Unklar ist noch, wie viele Frauen in der Saison 2026/27 dem französischen A-Kader angehören werden. Im vergangenen Jahr waren es nur fünf. Möglich ist, dass der Verband sein Aufgebot im kommenden Jahr aufstockt. Talente sind ausreichend vorhanden.
Frankreich präsentiert Biathlon-Kader nächste Woche
Intern ist die Entscheidung der Kader-Zusammensetzungen längst gefallen. Offiziell kommuniziert werden soll sie Anfang der kommenden Woche, wie der Verband dem "Nordic Magazine" gegenüber bestätigte. Als Zeitpunkt wurde der Montag oder Dienstag angegeben.
Neben den A- und B-Mannschaften werden die Franzosen dann auch ihre so genannte "Groupe Excellence 2030" präsentieren, die vom Nachwuchs gebildet wird, der spätestens bei den Olympischen Spielen 2030 im eigenen Land für Furore sorgen soll.


