Auch im Aufstiegsfall wird sich das Gesicht des Kaders vom FC Schalke 04 laut Ex-Coach Peter Neururer drastisch verändern.
"Wer spielt überhaupt im nächsten Jahr noch in dieser Mannschaft? Denn durch finanzielle Nöte bedingt, muss Schalke 04 den einen oder anderen Protagonisten dieses Aufstiegs wieder verkaufen, um Transfersummen irgendwie zu erzielen", sagte Neururer gegenüber "wettbasis.com".
An dieses heikle Thema denke auf Schalke in der Euphorie der nahenden Bundesliga-Rückkehr derzeit "natürlich kein Mensch", erklärte der 71-Jährige. "Das soll man auch nicht unbedingt, aber die Fragen, die dann gestellt werden, die muss letztendlich Frank Baumann, der bisher einen überragenden Job gemacht hat, mit seinen Mitarbeitern beantworten."
Viele Unklarheiten sieht Neururer rund um die Zukunft von Stürmer-Star Edin Dzeko, dessen Vertrag im Sommer ausläuft.
Finanziell könne Schalke einen Verbleib des Bosniers "mit Sicherheit stemmen", meinte der Kult-Trainer. "Zweifelsfrei ist er im 16-Meter-Raum des Gegners immer noch absolute Weltklasse, aber ist ein Mann mit 40 Jahren derjenige, der möglicherweise Schalke in der ersten Liga helfen kann? Fragezeichen! Das können natürlich nur die beurteilen, die täglich mit ihm zusammenarbeiten."

FC Schalke 04: Edin Dzekos Leistungen "großartig"
Dzekos bisherige Leistungen im Schalke-Trikot bezeichnete Neururer als "großartig". Der Routinier habe "getroffen, vorbereitet, getroffen, vorbereitet", schwärmte der Fußballlehrer. "Er war eigentlich der Garant für die letzte entscheidende Kurve, die Schalke 04 gemacht hat."
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Trotz seines verletzungsbedingten Ausfalls in den zurückliegenden Wochen sei Dzeko im Team "mit seiner unglaublichen Aura" weiter präsent gewesen, so Neururer. "Er ist immer noch vorhanden und von daher hat er der Mannschaft auch geholfen, obwohl er nicht gespielt hat. Was im nächsten Jahr ist, das ist natürlich die große Frage, wie man plant."
Neururer rechnet damit, dass die Schalker den Aufstieg am Samstag (ab 20:00 Uhr bei NITRO) gegen Fortuna Düsseldorf bereits perfekt machen.
Die Königsblauen hätten in dieser Saison "gespielt, was sie können und nicht das gespielt, was sie wollen. Von daher sind sie verdienter Tabellenführer und werden auch verdientermaßen in die 1. Bundesliga aufsteigen".
































