In der Crunchtime der Saison ist Luca Waldschmidt auf einmal wieder da. Wie schon im Endspurt der Aufstiegssaison 2024/2025 liefert der ehemalige Nationalspieler in Diensten des 1. FC Köln auch in diesem Jahr ab, wenn es in die entscheidenden Wochen geht. Vor allem sein spätes Elfmetertor gegen St. Pauli zum 1:1.Ausgleich war überlebenswichtig für die Kölner, die am Samstag bei Union Berlin (ab 15:30 Uhr) den Klassenerhalt endgültig perfekt machen wollen. Die Zukunft Waldschmidts über den Sommer hinaus beim Effzeh ist trotzdem völlig offen.
Über die meiste Zeit in dieser Saison kam Luca Waldschmidt beim 1. FC Köln nicht über die Rolle des Jokers hinaus. Lediglich sechsmal durfte er unter Lukas Kwasniok und dessen Nachfolger Rene Wagner in der laufenden Spielzeit von Beginn an ran, wurde ansonsten eingewechselt oder schmorte auch mal 90 Minuten lang auf der Bank.
Vor allem sein Elfmetertor beim FC St. Pauli am 30. Spieltag vor zwei Wochen hatte aber so eine große Bedeutung, dass der 29-Jährige trotz überschaubarer Einsatzzeiten als einer der großen Gewinner des bisherigen Saison-Endspurts bei den Kölnern gilt.
Wie es nach drei Jahren bei den Domstädtern mit Waldschmidt weitergehen wird, ist nach Angaben des "kicker" noch völlig offen. Vertraglich ist er noch bis 2027 an den Effzeh gebunden, könnte also noch einen gewissen Transfererlös einbringen. Laut dem Fachmagazin fühlt sich Waldschmidt in Köln zwar grundsätzlich wohl, liebäugelt aber auch mit einem zweiten Auslandsabenteuer. Zwischen 2020 und 2022 stand er bereits bei Benfica in Lissabon unter Vertrag, ehe er über den Umweg VfL Wolfsburg schließlich 2023 in Köln landete.
Waldschmidt harmoniert gut mit El Mala
Der Kritikpunkt seiner meisten Trainer ist immer wieder: Waldschmidt ist zu instabil in seinen Leistungen, taucht bisweilen völlig ab in den Spielen. Der Angreifer selbst wurde dazu selbstreflektiert im "kicker" zitiert: "Ich bin einfach ein Spielertyp, der manchmal weniger im Spiel ist, manchmal mehr. Trotzdem weiß ich, dass ich über 90 Minuten die Geduld habe, um in Aktionen zu kommen."
Zugute kommt dem Linksfuß, dass er zuletzt gut mit Star-Youngster Said El Mala harmonierte. Möglicherweise dürfen beide in den letzten drei Partien der Saison sogar gemeinsam in der Kölner Startformation ran.
Alles, was danach kommt, ist noch ungewiss. Konkrete Gespräche zwischen der Vereinsführung und der Waldschmidt-Seite soll es zuletzt derweil noch gar keine gegeben haben.
































