Bei Eintracht Frankfurt brodelt es nicht nur aufgrund des sportlich enttäuschenden Abschneidens in der laufenden Bundesliga-Saison gewaltig. Den Hessen droht nicht nur eine Platzierung außerhalb der Europapokal-Ränge, sondern auch neue interne Konflikte.
Konkret geht es um einen angeblichen Vorfall zwischen Cheftrainer Albert Riera und Torjäger Jonathan Burkardt, den die "Bild" am Donnerstag enthüllte. Was zunächst nach einer internen Kleinigkeit klingt, entwickelt sich zunehmend zu einem echten Eklat mit möglichen Auswirkungen auf das gesamte Teamgefüge.
Was ist passiert? Nach Angaben der "Bild" sollen die Fitnesswerte von Jonathan Burkardt der Auslöser des Ganzen gewesen sein. Mit den Werten soll SGE-Coach Albert Riera überhaupt nicht zufrieden gewesen sein, heißt es.
Doch statt das Gespräch persönlich zu suchen, ließ Riera offenbar seinen Co-Trainer Jan Fießer deutlich Kritik an Nationalspieler Burkardt überbringen. Für den Stürmer ein irritierendes Signal – zumal er sich selbst als topfit empfindet und die Werte laut der "Bild" nur minimal von vorherigen Messungen abwichen.
Besonders brisant: Riera soll Burkardt später sogar im Vorbeigehen dafür verantwortlich gemacht haben, dass Sportvorstand und sein Boss Markus Krösche das Gespräch mit ihm suchten, um die Angelegenheit zu besprechen und zu klären.
Burkardt gegen Augsburg auf die Bank verbannt
Die sportliche Konsequenz ließ danach nicht lange auf sich warten. Beim letzten Auswärtsspiel in Augsburg (1:1) wurde Burkardt, immerhin mit zehn Toren in nur 19 Einsätzen der beste Torschütze der Frankfurter, fast über die gesamte Spielzeit auf die Bank verbannt. Für viele Beobachter bedeutete das nicht weniger als eine unnötige Schwächung im engen Rennen um die internationalen Plätze.
Intern wird offenbar zunehmend kritisiert, dass Albert Riera heikle Themen schon häufiger nicht direkt mit seinen Spielern geklärt haben soll. Gerade die Leistungsträger und Führungsspieler sehen darin laut dem Zeitungsbericht ein Problem. Burkardt selbst holte sich nach dem Vorfall Rat bei seinem Berater, was schließlich auch die Eintracht-Klubführung auf den Plan rief.
Nicht nur Burkardt soll sich irritiert fühlen. Auch andere Leistungsträger wie Mario Götze oder Arthur Theate sahen sich zuletzt wohl zunehmend ins Abseits gedrängt.
































