Große Worte zum bevorstehenden Abschied: Leon Goretzka glaubt fest daran, dass der FC Bayern erneut Geschichte schreiben kann. Der deutsche Nationalspieler zieht klare Parallelen zum herausragenden Triple-Gewinn von 2020 und macht deutlich, dass die Münchner sechs Jahre später wieder bereit sind für den ganz großen Wurf.
"Ich habe richtig Bock darauf, 2020 zu wiederholen, aber eben mit unseren Fans. Das wäre noch mal eine andere Nummer", sagte Goretzka dem Vereinsmagazin "51".
Damals triumphierte der FC Bayern in der Champions League gegen Paris Saint-Germain im Finale dank des goldenen Tores von Kingsley Coman mit 1:0. Allerdings waren damals inmitten der Coronavirus-Pandemie keine Zuschauer im Stadion von Lissabon zugelassen. Auch eine ausgiebige Titelparty mit den Fans des deutschen Branchenführers gab es damals nicht.
Sportlich erkennt der 31-jährige Mittelfeldmotor nun ähnliche Voraussetzungen. Das frühere "Selbstverständnis" sei "in den vergangenen Wochen zurückgekommen".
Für Goretzka ist das mehr als nur eine Momentaufnahme: "Das ist zwar keine Garantie für den Titel in der Königsklasse, aber da ist das spezielle Gefühl, das du mit Glück vielleicht ein-, zweimal in deiner Karriere hast."
Besonders beeindruckt zeigt er sich vom Gesamtgefüge unter Cheftrainer Vincent Kompany, das in den vergangenen knapp zwei Jahren entstanden sei: "Wir haben eine Mannschaft, in der jedes Rad ins andere greift. Wir haben individuelle Qualität und parallel diesen Hunger, diese Laufbereitschaft."
Goretzka blickt auf "wunderschöne Zeit" beim FC Bayern zurück
Der gebürtige Bochumer, der den Verein nach acht Jahren verlassen wird und vor einem Wechsel zur AC Mailand stehen soll, wurde außerdem schon einmal emotional. "Dankbarkeit" empfinde er für "eine wunderschöne, intensive, besondere Zeit". Ein wesentlicher Faktor sei dabei das Innenleben des Klubs: "Von außen kann man sich nicht vorstellen, wie herzlich die Kabine ist."
Trotz aller Konkurrenz sei das Umfeld einzigartig: "Ja, es ist unfassbar kompetitiv, es wird sehr viel von einem abverlangt – aber gleichzeitig habe ich mich vom ersten Tag an geborgen gefühlt." Sein Appell zum Abschied klingt wie ein Vermächtnis: "Das 'Mia san mia' gilt es zu bewahren, der Fackelstab muss immer weitergegeben werden."
































