Schlechte Nachrichten für Aston-Martin-Fans: Auch beim Formel-1-Rennen in Miami am Sonntag wird das kriselnde britische Team wohl nur hinterherfahren. Diese düstere Prognose verkündete vorab ausgerechnet Motoren-Hersteller Honda.
Rund einen Monat hatte Honda Zeit, um sein bockiges Antriebsaggregat für das Formel-1-Wochenende in Miami auf Touren zu bringen. Einen der AMR26 hat man deshalb nach dem Rennen in Suzuka direkt in die Fabrik nach Sakura gebracht, damit man das Zusammenspiel zwischen Motor und Chassis begutachten konnte. Gebracht, so musste der japanische Konzern nun zugeben, hat das nur wenig.
Man habe sich in den letzten vier Wochen darauf konzentriert, die Vibrationen zu reduzieren und dadurch die Zuverlässigkeit zu erhöhen, teilte Honda-Chefingenieur Shintaro Orihara in einem Statement mit. Dies sei zum Teil auch gelungen, man habe "Fortschritte" erreichen können, so der Verantwortliche.
Das große Aber folgte: "Realistisch betrachtet, wird dieser Fortschritt der Motoren-Performance keinen sichtbaren Einfluss haben. Wir sollten also keine großen Verbesserungen erwarten." Anders ausgedrückt: Der Motor ist auch nach einer wochenlangen Analyse und intensiven Tests noch nicht konkurrenzfähig.
Mehr dazu:
Aston Martin als Lachnummer der Formel 1
In Miami geht es für Aston Martin somit einmal mehr um ein Minimalziel: Durchhalten. Eben das gelang dem Team in den ersten drei Rennen der Saison nicht bzw. nur ganz selten. Lance Stroll erreicht die Ziellinie in keinem der ersten drei Rennen. Fernando Alonso schleppte sich immerhin in Suzuka bis zur schwarz-weiß karierten Flagge - mit einer Runde Rückstand auf Platz 18.
Nicht nur auf, sondern auch abseits der Strecke geht es bei Aston Martin zudem turbulent zu. Wie lange Adrian Newey noch in seiner Doppelrolle als Team- und Technikchef fungiert, ist unklar. Der Star-Designer ist angeblich fest entschlossen, seinen Teamchef-Posten abzutreten. Erfolgreich umgesetzt wurde dieser Plan, wie auch so viele andere Pläne des Teams, bislang aber nicht.






