Seit Monaten wird der im vergangenen Sommer gefeuerte Ex-Red-Bull-Teamchef Christian Horner mit einer Rückkehr in die Formel 1 in Verbindung gebracht. In Stein gemeißelt ist ein Comeback des 52 Jahre alten Briten allerdings offenbar keineswegs.
Wie die "Times" berichtet, kann sich Horner auch einen Einstieg in die MotoGP gut vorstellen.
Nicht von ungefähr, heißt es weiter, stattete er der Königsklasse des Motorradrennsports am Wochenende im spanischen Jerez erstmals seit 2005 wieder einen Besuch ab - auf Einladung von Formel-1-Rechteinhaber Liberty Media, inzwischen auch Mehrheitsaktionär der MotoGP, und Boss Stefano Domenicali.
Zwei mögliche Szenarien sind demnach für Horner denkbar: der Einstieg als Team-Eigner oder eine weniger formelle Rolle, basierend auf seinen Erfahrungen aus vielen Jahren in der Formel 1.
Mit Honda-CEO Koji Watanabe pflegt er bereits eine enge Beziehung. Beide trafen sich auch in Jerez.
Doch damit nicht genug: Horner soll auch Kontakte zur Formel E und zur traditionsreichen Segelregatta America's Cup unterhalten. Diese könnten in den kommenden Wochen und Monaten noch vertieft werden, heißt es.
Bereits seit Längerem soll der langjährige Red-Bull-Macher im Austausch mit wirtschaftlich enorm potenten Investoren stehen.
Diese würde Horner laut "Times"-Informationen nicht nur im Falle einer Rückkehr in die Formel 1 unterstützen, sondern auch beim Einstieg in eine andere Sportart.
Formel 1 weiter Horners Priorität, aber ...
Die Formel 1 soll zwar grundsätzlich weiter Horners Priorität sein. Allerdings gestaltet sich ein möglicher Einstieg nicht unkompliziert. Einzige realistische Option für Horner ist derzeit wohl die Übernahme der Anteile der Investorengruppe Otro Capital bei Alpine.
Um diese bewerben sich allerdings auch Horners Intimfeind Toto Wolff und Mercedes. Mehrheitseigner Renault soll einen Deal von Otro mit dem deutschen Autobauer bevorzugen, hat in dieser Frage allerdings nur noch bis zum kommenden September ein vertraglich verankertes Mitsprache- bzw. Vetorecht.
McLaren-CEO Zak Brown hatte sich zuletzt für ein Horner-Comeback in der Formel 1 ausgesprochen.
"Es wäre großartig, Christian zurück im Sport zu haben. Er ist ein großartiger Macher. Seine Erfolgsbilanz spricht für sich selbst", schwärmte er in einer Medienrunde.





