Inmitten der längeren Pause hat die Formel 1 eine Regeländerung bekannt gegeben, die für das Rennwochenende in Miami (1. bis 3. Mai) gelten soll.
Wie der Motorsport-Dachverband FIA bekannt gegeben hat, erhalten die Formel-1-Piloten im ersten und einzigen Freien Training zum Großen Preis von Miami mehr Zeit zum Fahren. Statt der üblichen 60 Minuten sitzen die Fahrer in den USA nun dreißig Minuten länger hinterm Steuer.
Das FP1 findet somit am 1. Mai von 12:00 bis 13:30 Uhr Ortszeit statt, also von 18:00 bis 19:30 Uhr europäischer Zeit. Zuvor war die Session von 18:30 bis 19:30 Uhr angesetzt worden.
Die weiteren Startzeiten am Rennwochenende der Formel 1 in Florida sind nicht Teil der Änderungen: Das Qualifying zum Sprint steigt am 1. Mai um 22:30 Uhr (MEZ), am Samstag folgen der das Sprintrennen (18:00 Uhr) und das Qualifying zum Hauptrennen (22:00 Uhr). Die Lichter gehen beim Grand Prix dann am Sonntag um 22:00 Uhr) von rot auf grün.
Die Anpassung der Fahrtdauer in Miami ist eine Folge der längeren Pause und der jüngsten Regel-Anpassungen.
Wegen des Iran-Krieges hatte die Formel 1 die Rennen in Bahrain (12. April) und Saudi-Arabien (19. April) abgesagt, da die Sicherheit von Fahrern, Mitarbeitern und Zuschauern nicht gewährleistet werden konnte. Das letzte Rennen der Königsklasse fand Ende März statt.
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Formel 1 bringt Anpassungen am Regelwerk auf den Weg
Den freien Monat konnten die Teams nutzen, um etwaige Defizite auszubügeln, die nach den ersten drei Saisonrennen aufgefallen waren. Einige Fahrer nutzten die Gelegenheit für einen kurzen Urlaub, zu Testzwecken oder zu Abstechern in andere Rennserien. Max Verstappen etwa war erneut auf dem Nürburgring im GT3-Auto von Mercedes-AMG unterwegs.
Die FIA brachte unterdessen in der Formel-1-freien Zeit Anpassungen am technischen Reglement auf den Weg. Zum Saisonstart waren vor allem die neuen Hybridmotoren bei den Fahrern in die Kritik geraten.
Unter anderem sollen die Piloten künftig weniger stark während einer Runde gezwungen sein, auf das Laden der Batterie für den Elektro-Anteil des Motors zu achten. Dieses Energie-Management war von einer Reihe der Fahrer angeführt von Verstappen an den ersten Renn-Wochenenden hart kritisiert worden.
Zudem sollen zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen bei Starts und während der Rennen eingeführt werden, um Auffahrunfälle zu verhindern. Zuletzt war es zu gefährlichen Situationen gekommen, weil Fahrer mit einer voll geladenen Batterie und Zusatzschub mit hoher Geschwindigkeit an Piloten heranrasten, deren Elektro-Motor gerade über weniger Energie verfügte.




