Im Viertelfinale der Champions League hat der FC Bayern am Mittwoch einen großen Sieg errungen. Nach dem Triumph gegen Real Madrid ist man nicht nur in München stolz auf die Mannschaft und ihren Trainer Vincent Kompany. Selbst in Brüssel drängte der deutsche Rekordmeister ins Tagesgeschehen.
Grund dafür war Pierre Kompany, der Vater des Bayern-Trainers. Der 78-Jährige erschien am Donnerstag aus gegebenem Anlass kurzerhand mit einem Fanschal des FC Bayern zur Arbeit im Brüsseler Parlament.
Der Vater des ehemaligen Innenverteidigers war 1975 aus Zaire (heute Demokratische Republik Kongo) nach Belgien geflohen und sieben Jahre später als politischer Flüchtling anerkannt worden. Als studierter Ingenieur arbeitete Pierre Kompany zunächst als Taxifahrer in Brüssel.
2018 wurde bei den Kommunalwahlen in der Brüsseler Gemeinde Ganshoren zum ersten schwarzen Bürgermeister in der Geschichte des Landes gewählt.
Seit 2014 gehörte er zudem dem Regionalparlament an. Bei den Parlamentswahlen 2024 wurde er in die Abgeordnetenkammer, das belgische Unterhaus gewählt.
Beim FC Bayern plötzlich im Rampenlicht
In seiner Tätigkeit als Abgeordneter zeigte Pierre Kompany zuletzt immer wieder Verbindung zur Arbeit seines Sohnes in München. Neben der belgischen und kongolesischen Flagge trug er bei öffentlichen Auftritten wiederholt auch einen Anstecker des FC Bayern.
Gegenüber der "Bild" hatte Kompany letztes Jahr betont, wie groß bei ihm die Freude gewesen sei, als Vincent beim FC Bayern vorgestellt wurde.
"Ich war glücklich. Aber ich wusste sofort, dass es eine große Herausforderung sein würde", sagte er damals. "Plötzlich sollte er einen der größten Vereine der Welt führen – mit über 1000 Mitarbeitern. Bei Manchester City war er Spieler eines Vereins, jetzt ist er in einer ganz anderen Rolle mit viel mehr Verantwortung."
Gleichwohl habe es wenig Zweifel gegeben, dass sein Sohn der Aufgabe gewachsen sei. "Er gibt niemals auf. Wenn Vincent eine Herausforderung annimmt, dann mit maximalem Einsatz. Das war schon immer so", schilderte Pierre Kompany. "Das ist einer der Hauptgründe, warum er heute so erfolgreich ist und diesen Weg eingeschlagen hat."
































