Am Montagabend (20:45 Uhr) traf die DFB-Auswahl im letzten Test vor der Bekanntgabe des WM-Kaders im Mai auf Ghana (2:1), für Bundestrainer Julian Nagelsmann war das Duell auch die letzte Chance, zu weiteren Erkenntnissen zu gelangen. Einen Schlüsselfaktor, der die DFB-Auswahl bei der Weltmeisterschaft im Sommer beflügeln soll, hat der Coach allerdings bereits ausgemacht.
"Wir haben im Unterschied zur EM nochmal die klimatischen Bedingungen, die extrem sind. Und da kann ein Standardtor ein Dosenöffner sein. Und andersherum kann es auch schlecht laufen, wenn man eins bekommt. Es ist in beide Richtungen wichtig", erklärte Nagelsmann im Vorfeld des Vergleichs mit Ghana (2:1) am Montag.
Kurz: Der Fokus des DFB-Teams muss laut Nagelsmann auch darauf liegen, bei Eckbällen und Freistößen möglichst große Gefahr auszustrahlen.
Ohnehin hat Nagelsmann längst einen Trend ausgemacht, der dem 38-Jährigen zufolge eher noch zunehmen wird. "Die Anzahl an Standardtoren ist eh schon extrem. Und ich befürchte, in Anführungszeichen, dass sie auch noch höher wird. Es gibt ja Teams, die schießen 50 Prozent ihrer Tore aus Standards", so der Bundestrainer, der konkret von "gut einem Drittel" Treffern nach Standards ausgeht.
DFB-Team konnte gegen die Schweiz schon Erfolge verzeichnen
Aussagen, mit denen Nagelsmann auch seinen Assistenten Mads Buttgereit in die Pflicht nimmt. Der Däne ist seit 2021 für die Standards der deutschen Nationalmannschaft verantwortlich und soll für die WM noch einmal in die Trickkiste greifen.
"Er wird sich noch mehr einfallen lassen, was wir in den Testspielen noch nicht preisgeben wollen", enthüllte Nagelsmann. Zudem sei der Trainerstab auch gezielt mit dem Blick auf Standards vergrößert worden. Erste Erfolge lassen sich dennoch nicht von der Hand weisen: Beim knappen 4:3 gegen die Schweiz resultierten zwei Tore der deutschen Elf aus kurz ausgeführten Eckbällen.
"Ich bin immer ein großer Freund von kurz ausgespielten Ecken. Natürlich gebe ich da meinen Senf dazu", sagte der Bundestrainer. "Unsere Quote ist gut. Und die wird auch noch besser werden, wenn wir mehr Zeit investieren."















