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Nordderby zwischen Kiel und Flensburg verspricht Spektakel

Kiels Trainer Filip Jicha will einen Champions-League-Platz mit seinem Team erreichen.
Kiels Trainer Filip Jicha will einen Champions-League-Platz mit seinem Team erreichen.
Foto: © Axel Heimken, dpa
22. März 2024, 10:49

Um die Meisterschaft geht es im wohl traditionsreichsten deutschen Handball-Derby zwischen dem THW Kiel und der SG Flensburg-Handewitt in diesem Jahr nicht mehr. Dennoch steht in der mittlerweile 110. Ausgabe des "Nord-Clasico" am Samstag (15:40 Uhr/ARD und Dyn) in der Kieler Wunderino-Arena für beide Teams viel auf dem Spiel.

Eine Niederlage dürfen sich weder die Flensburger auf Rang drei (37:11 Punkte) noch die dahinter platzierten Kieler (34:12) erlauben, wenn sie ihre theoretischen Chancen auf einen Champions-League-Platz in der kommenden Saison erhalten wollen.

"Wir sind da realistisch und sehen, dass die ersten beiden Mannschaften vorne ein Stück weg sind", sagte SG-Geschäftsführer Holger Glandorf mit einem Blick auf Tabellenführer Füchse Berlin (43:7) und Verfolger SC Magdeburg (42:6).

Der 40 Jahre alte Ex-Nationalspieler sagte im Gespräch mit der "Deutschen Presse-Agentur" aber auch: "Die Liga ist schon verrückt. Sollte noch einmal eine Tür aufgehen, wollen wir auch bereit sein, da durchzugehen. Aber in erster Linie müssen wir auf uns schauen und unsere Aufgaben erledigen, bevor wir auf Magdeburg und Berlin blicken."

Highlight-Spiel für jeden Handballer

Auch Glandorfs Kieler Kollege Viktor Szilagyi blickt eher auf das Derby und nicht auf das Gesamtklassement: "Wenn wir Flensburg mit einem Sieg in der Tabelle zumindest schon einmal nach Minuspunkten überholen können, ist das eine erfreuliche Begleiterscheinung. Wir haben als Fünfter überwintert. Das Ziel war danach, so viele Plätze wie möglich wieder gutzumachen."

Ein besonderes Spiel wird es am Samstag in jedem Fall auch für den Kieler Rechtsaußen Niclas Ekberg. Der Schwede, der nach der Saison in seine Heimat zurückkehren wird, tritt zum 39. Mal gegen die SG an. "Das Derby ist immer ein Spektakel, ein Highlight-Spiel, für das man Handballer geworden ist. Zu wissen, dass es Samstag das letzte dieser Spiele sein wird, tut schon ein bisschen weh", sagte der 35-Jährige.

Keine personellen Sorgen 

Vor der Partie hatten beide Mannschaften wegen der Olympia-Qualifikation eine ungewöhnlich lange Pause. Über den Wert der spielfreien Zeit war sich Glandorf unsicher: "Ich bin da zwiegespalten. Auf der einen Seite tut eine Pause natürlich immer gut. Jedoch ist es auch schwierig, gerade wenn man vor der Pause im Flow war und die Spieler dann bei den Nationalmannschaften ein anderes System gespielt haben. Unter dem Strich hat alles seine Vor- und Nachteile. Da wir es nicht beeinflussen können, müssen wir für uns das Beste aus der Situation machen."

Personell haben beide Mannschaften keine ganz großen Sorgen. Bei den Kielern trainierte der französischen Torhüter Samir Bellahcene wegen muskulärer Probleme zuletzt nur eingeschränkt, dürfte aber bis Samstag fit werden. Die SG muss noch immer auf den niederländischen Rückraumspieler Kay Smits wegen dessen Herzmuskelentzündung verzichten.

Bilanz spricht für Kiel

Nach den bisher 109 Derbys steht Kiel bei 65 Siegen. Flensburg gewann 39 Mal, fünfmal trennte man sich unentschieden. Im Hinspiel am 7. September vergangenen Jahres hatte die SG lange Zeit zurückgelegen, dann aber die Partie durch einen Treffer von Linksaußen Emil Jakobsen in letzter Sekunde doch noch mit 28:27 gewonnen. 

Für den THW-Rückraumakteur Nikola Bilyk steht fest: "Zweimal gegen Flensburg in einer Saison zu verlieren, wollen weder wir noch unsere Fans." Eine Äußerung, die unterstreicht, wie wichtig der "Nord-Clasico" für Kiel und Flensburg ist. Auch wenn es in diesem Jahr nicht um die deutsche Meisterschaft geht.

31. Spieltag
  • Spielplan
  • Tabelle
Frisch Auf! Göppingen
Frisch Auf! Göppingen
Göppingen
31
14
HSG Wetzlar
HSG Wetzlar
Wetzlar
30
14
19:00
Do, 07.05.
Beendet
TVB 1898 Stuttgart
TVB 1898 Stuttgart
TVB Stuttgart
26
14
Rhein-Neckar Löwen
Rhein-Neckar Löwen
Rhein-Neckar
32
13
19:00
Do, 07.05.
Beendet
TSV GWD Minden
TSV GWD Minden
GWD Minden
28
16
Bergischer HC
Bergischer HC
Bergischer HC
28
16
19:00
Fr, 08.05.
Beendet
TSV Hannover-Burgdorf
TSV Hannover-Burgdorf
Hannover-B.
36
15
SC DHfK Leipzig
SC DHfK Leipzig
DHfK Leipzig
33
15
20:00
Fr, 08.05.
Beendet
SG Flensburg-Handewitt
SG Flensburg-Handewitt
Flensburg-H
38
21
TBV Lemgo Lippe
TBV Lemgo Lippe
Lemgo
30
17
19:00
Sa, 09.05.
Beendet
MT Melsungen
MT Melsungen
Melsungen
37
20
ThSV Eisenach
ThSV Eisenach
Eisenach
34
15
20:00
Sa, 09.05.
Beendet
THW Kiel
THW Kiel
THW Kiel
28
16
Füchse Berlin
Füchse Berlin
Berlin
35
18
15:00
So, 10.05.
Beendet
SC Magdeburg
SC Magdeburg
Magdeburg
36
21
Handball Sport Verein Hamburg
Handball Sport Verein Hamburg
Hamburg
23
12
16:30
So, 10.05.
2. Halbzeit
HC Erlangen
HC Erlangen
Erlangen
18
11
VfL Gummersbach
VfL Gummersbach
Gummersbach
22
17
16:30
So, 10.05.
2. Halbzeit
#MannschaftMannschaftSp.SUNToreDiff.Pkt.
1SC MagdeburgSC MagdeburgMagdeburg302721978:80517356:4
2SG Flensburg-HandewittSG Flensburg-HandewittFlensburg-H3023341063:94212149:11
3Füchse BerlinFüchse BerlinBerlin3024061068:89617248:12
4VfL GummersbachVfL GummersbachGummersbach312146969:85111846:16
5THW KielTHW KielTHW Kiel311687950:9193140:22
6TBV Lemgo LippeTBV Lemgo LippeLemgo3116411919:8843536:26
7MT MelsungenMT MelsungenMelsungen3116411909:902736:26
8Rhein-Neckar LöwenRhein-Neckar LöwenRhein-Neckar3116312938:8924635:27
9Frisch Auf! GöppingenFrisch Auf! GöppingenGöppingen3112712864:905-4131:31
10TSV Hannover-BurgdorfTSV Hannover-BurgdorfHannover-B.3111515925:936-1127:35
11Handball Sport Verein HamburgHandball Sport Verein HamburgHamburg3113117960:983-2327:35
12TVB 1898 StuttgartTVB 1898 StuttgartTVB Stuttgart317816906:953-4722:40
13ThSV EisenachThSV EisenachEisenach308517849:903-5421:39
14HC ErlangenHC ErlangenErlangen317519863:927-6419:43
15Bergischer HCBergischer HCBergischer HC317420896:985-8918:44
16HSG WetzlarHSG WetzlarWetzlar316322878:980-10215:47
17TSV GWD MindenTSV GWD MindenGWD Minden315521861:1002-14115:47
18SC DHfK LeipzigSC DHfK LeipzigDHfK Leipzig313721861:992-13113:49
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#Name7mTore
1Füchse BerlinMathias Gidsel1271
2TVB 1898 StuttgartKai Häfner128240
3SC MagdeburgÓmar Ingi Magnússon82213
4TSV Hannover-BurgdorfAugust Pedersen81189
Rhein-Neckar LöwenHaukur Thrastarson58189
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