Mit der deutschen Handball-Nationalmannschaft krönte sich Fabian Wiede einst zum Europameister, räumte bei Olympia 2020 die Bronzemedaille ab. Das bis dato letzte Länderspiele bestritt der verletzungsgeplagte Linkshänder der Füchse Berlin bei der EM 2022. Für erneute Einsätze in der Auswahl von Bundestrainer Alfred Gislason steht der Routinier jederzeit zur Verfügung.
"Ich habe nie gesagt, dass ich zurücktrete oder das komplett an den Nagel hänge", sagte Fabian Wiede mit Blick auf eine mögliche Nominierung für das DHB-Team gegenüber "handball-world": "Ich bin immer offen für Gespräche. Für mich war Nationalmannschaft immer ein Riesending. Ich habe mich immer gefreut, das Trikot zu tragen und für Deutschland zu spielen."
Zuletzt wurde der Rückraumspieler bei der Handball-Europameisterschaft 2022 von Bundestrainer Alfred Gislason berücksichtigt. Weil er Lehrgänge und Turniere oftmals hatte absagen müssen, war der Europameister von 2016 anschließend angeblich in Ungnade gefallen. "Irgendwann kam die Familie dazu, dann haben sich die Prioritäten verschoben. Es gab einfach wichtigere Sachen im Leben, um die ich mich kümmern musste", erklärte er die Absagen.
Gislason und Wiede "haben sich ausgesprochen"
Die Verstimmungen mit dem Isländer seien dem 32-Jährige zufolge aber aus der Welt geschafft. "Wir haben uns ausgesprochen und wissen, woran wir aneinander sind", wurde Wiede deutlich: "Ich kann mich nur immer wieder dafür entschuldigen, dass ich da nicht offen war - das habe ich auch gemacht. Aber ich glaube, das ist alles beiseite gelegt." Folgt nun auch das Comeback in der Nationalmannschaft?
"Ich kann verstehen, dass er denkt: 'Okay, er hat jetzt zwei Turniere abgesagt.' - Da hat er natürlich auch kein Vertrauen oder kein Verlass darauf und fragt sich: 'Ist er jetzt dabei oder nicht?'", gestand der Berliner und legte nach: "Von daher kann ich auch verstehen, dass er auf andere Spieler setzt. Ich werde nicht sagen: 'Ich bin noch da'. Alfred wird die Entscheidung treffen, die er für richtig hält."
Aktuell ist Wiede aber keine Option für den Bundestrainer, er riss sich im Oktober das Kreuzband. "Ich denke, ich werde Mitte des Jahres nochmal mit Alfred telefonieren, um zu schauen, wie es aussieht", kündigte er mit Blick auf die Heim-WM im kommenden Winter an.








