Suche Heute Live
Bundesliga
Artikel teilen

Bundesliga
Fußball
(M)

Systemumstellung, Mané und Co.

Steckt der FC Bayern in der Krise?

Leroy Sané und Sadio Mané vergaben zuletzt zu viele Torchancen
Leroy Sané und Sadio Mané vergaben zuletzt zu viele Torchancen
Foto: © IMAGO/Sebastian Räppold/Matthias Koch
05. September 2022, 14:04
sport.de
sport.de

56 Torschüsse gab der FC Bayern in den letzten beiden Bundesliga-Spielen gegen Gladbach und Union Berlin ab. Nur auf zwei davon folgte Jubel, das macht eine Trefferquote von unter vier Prozent. Diese Statistik unterstreicht eindrücklich, was der FC Bayern ohne Robert Lewandowski derzeit vermisst: die Kaltschnäuzigkeit.

Nach dem besten Saisonstart der Bundesliga-Geschichte (neun Punkte und 17 Tore aus drei Spielen/Trefferquote: 22 Prozent) ist es verfrüht, von einer echten Bayern-Krise zu sprechen. Doch die letzten Auftritte offenbarten  Probleme, die der deutsche Rekordmeister vor dem Champions-League-Auftakt gegen Inter Mailand (Mittwoch, 21:00 Uhr) schnell in den Griff bekommen muss.

Auf der Suche nach Gründen für die Münchner Abschlussschwäche führt die Spur unweigerlich zum Abgang von Robert Lewandowski zum FC Barcelona. Fehlt der Pole dem Rekordmeister? "Die Frage gibt es nur, weil ihr [die Journalisten] sie stellt", reagierte Trainer Julian Nagelsmann trotzig nach dem jüngsten Remis bei Union.

FC Bayern: Sadio Mané hat kaum Ballkontakte

Und doch hat sich das anfängliche Bild, nach dem der FC Bayern ohne seinen Torjäger "noch besser" und "mit mehr Optionen" (O-Töne Joshua Kimmich) agieren könne, etwas gewandelt. Das hängt nicht zuletzt damit zusammen, dass Lewandowski-Ersatz Sadio Mané noch nicht recht in Fahrt kommt.

Der ehemalige Liverpooler legte einen Top-Start hin und traf in drei seiner ersten vier Pflichtspiele für die Münchner. Ein Umstand, der nicht darüber hinweg täuschen kann, dass dem Senegalesen die Bindung zum Spiel des FC Bayern fehlt.

Im Schnitt kommt Mané nur auf 31 Ballaktionen pro Spiel. Beim FC Liverpool in der Premier League waren es letzte Saison noch etwas mehr als 50. "Grundsätzlich habe ich noch nie gewollt, dass ein Spieler wenig Ballkontakte hat", wiegelte Nagelsmann zuletzt ab.

Münchner System auf Lewandowski zugeschnitten 

Dass Mané nach wie vor etwas mit seiner Position und seiner Rolle fremdelt, hängt zu großen Teilen mit der Systemumstellung des FC Bayern zusammen. Das 4-2-3-1, das in den letzten Jahren nahezu in Stein gemeißelt zur Bayern-DNA gehörte, wich im Sommer einem 4-4-2. Das geschah aus einem einfachen Grund: Ohne Lewandowski haben die Münchner keinen Zielspieler im Sturmzentrum. 

"Der Rhythmus von Lewandowski war perfekt auf die Mannschaft abgestimmt. Mané muss sich jetzt erst integrieren", analysierte etwa Ex-Bayern-Trainer Felix Magath bei "Bild". Das beste Beispiel: Der 30-Jährige erzielte an den ersten vier Spieltagen fünf (!) Tore, die der VAR wegen Abseits wieder einkassierte. Das blinde Verständnis mit den Kollegen und die Feinjustierung fehlen noch.

Kein Tor: Mané trifft aus Abseitsposition gegen Wolfsburg
Kein Tor: Mané trifft aus Abseitsposition gegen Wolfsburg

Mané agierte bei Liverpool überwiegend als Linksaußen und reifte dort zu einem Weltklasse-Spieler. Derzeit bekleidet Leroy Sané diese Position im Münchner Spiel. Zwar wird der deutsche Nationalspieler viel gescholten, in dieser Saison steht er jedoch im Vergleich mit Mané bei gleich vielen Torbeteiligungen, mehr Torschüssen, mehr erfolgreichen Dribblings und mehr Ballaktionen.

Diskussion um Manés Eignung "totaler Quatsch"?

Dass der Spielertyp Mané kein Eins-zu-eins-Ersatz für Lewandowski ist, war klar. Kristallisiert sich aber mehr und mehr heraus, dass die Stärken des Senegalesen in der Sturmspitze nicht ausreichend zum Tragen kommen, steht der FC Bayern vor einem Problem: Es fehlt ein echter Mittelstürmer.

Joshua Zirkzee wurde an den FC Bologna verkauft, Eric Maxim Choupo-Moting war monatelang verletzt. Gegen Gladbach sollte also Abwehrkante Matthijs de Ligt in vorderster Front den Sieg erzwingen.

Die Diskussion um die Münchner Neun seien zwar "totaler Quatsch", erklärte Stefan Effenberg im "Sport1-Doppelpass", dennoch hätten die letzten Spiele eine systematische Schwäche im Spiel der Bayern offenbart. Gegen tief und kompakt stehende Gegner kann der Rekordmeister nicht auf sein Flanken-Mittel setzen. Im gegnerischen Strafraum fehlt es an Präsenz - und an Kaltschnäuzigkeit.

An beiden Experten-Meinungen von Magath und Effenberg ist durchaus etwas dran. Gewinnen die Bayern aber gegen Inter, dürften die Diskussionen in jedem Fall so schnell beendet sein, wie sie anfingen.

Tom Kühner

31. Spieltag
  • Spielplan
  • Tabelle
RB Leipzig
RB Leipzig
RB Leipzig
0
1. FC Union Berlin
1. FC Union Berlin
Union Berlin
0
20:30
Fr, 24.04.
1. FSV Mainz 05
1. FSV Mainz 05
Mainz 05
0
FC Bayern München
FC Bayern München
FC Bayern
0
15:30
Sa, 25.04.
1. FC Köln
1. FC Köln
1. FC Köln
0
Bayer Leverkusen
Bayer Leverkusen
Leverkusen
0
15:30
Sa, 25.04.
FC Augsburg
FC Augsburg
Augsburg
0
Eintracht Frankfurt
Eintracht Frankfurt
E. Frankfurt
0
15:30
Sa, 25.04.
VfL Wolfsburg
VfL Wolfsburg
Wolfsburg
0
Bor. Mönchengladbach
Bor. Mönchengladbach
M'gladbach
0
15:30
Sa, 25.04.
1. FC Heidenheim 1846
1. FC Heidenheim 1846
Heidenheim
0
FC St. Pauli
FC St. Pauli
St. Pauli
0
15:30
Sa, 25.04.
Hamburger SV
Hamburger SV
Hamburger SV
0
TSG Hoffenheim
TSG Hoffenheim
Hoffenheim
0
18:30
Sa, 25.04.
VfB Stuttgart
VfB Stuttgart
Stuttgart
0
SV Werder Bremen
SV Werder Bremen
SV Werder
0
15:30
So, 26.04.
Borussia Dortmund
Borussia Dortmund
BVB
0
SC Freiburg
SC Freiburg
Freiburg
0
17:30
So, 26.04.
#MannschaftMannschaftSp.SUNToreDiff.Pkt.
1FC Bayern MünchenFC Bayern MünchenFC Bayern302541109:298079
2Borussia DortmundBorussia DortmundBVB30197461:313064
3RB LeipzigRB LeipzigRB Leipzig30185759:372259
4VfB StuttgartVfB StuttgartStuttgart30175862:422056
5TSG HoffenheimTSG HoffenheimHoffenheim30166859:441554
6Bayer LeverkusenBayer LeverkusenLeverkusen30157860:411952
7SC FreiburgSC FreiburgFreiburg301271144:48-443
8Eintracht FrankfurtEintracht FrankfurtE. Frankfurt301191055:57-242
9FC AugsburgFC AugsburgAugsburg301061438:54-1636
101. FSV Mainz 051. FSV Mainz 05Mainz 05308101236:45-934
111. FC Union Berlin1. FC Union BerlinUnion Berlin30881434:52-1832
121. FC Köln1. FC Köln1. FC Köln307101344:51-731
13Bor. MönchengladbachBor. MönchengladbachM'gladbach307101336:50-1431
14Hamburger SVHamburger SVHamburger SV307101333:48-1531
15SV Werder BremenSV Werder BremenSV Werder30871535:53-1831
16FC St. PauliFC St. PauliSt. Pauli30681626:51-2526
17VfL WolfsburgVfL WolfsburgWolfsburg30661841:66-2524
181. FC Heidenheim 18461. FC Heidenheim 1846Heidenheim30471933:66-3319
  • Champions League
  • Europa League
  • Europa Conference League Quali.
  • Relegation
  • Abstieg
  • M = Meister der Vorsaison
  • N = Aufsteiger
  • P = Pokalsieger der Vorsaison
Ergebnisse & Tabelle

Newsticker

Alle News anzeigen

Torjäger 2025/2026

#Spieler11mTore
1FC Bayern MünchenHarry Kane1032
2VfB StuttgartDeniz Undav018
3FC Bayern MünchenLuis Díaz015
4Borussia DortmundSerhou Guirassy114
5RB LeipzigChristoph Baumgartner012
    * Wir arbeiten in diesem Beitrag mit Affiliate-Links. Wenn Sie über diese Links ein Produkt kaufen, erhalten wir vom Anbieter eine Provision. Für Sie entstehen dabei keine Mehrkosten. Wo und wann Sie ein Produkt kaufen, bleibt natürlich Ihnen überlassen.