Traurige Nachrichten für den FC Schalke 04 und den deutschen Fußball: Der Tabellenführer der 2. Bundesliga trauert um Vereinsikone Manfred Kreuz.
Der Meister von 1958, Ehrenspielführer und Mitglied des Ehrenpräsidiums verstarb im Alter von 90 Jahren. "Der FC Schalke 04 und die gesamte Vereinsfamilie werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren", hieß es im Nachruf der Königsblauen.
Gegen den Hamburger SV erzielte Kreuz 1958 im Finale den Treffer zum 3:0-Endstand. Es war die bis heute letzte Meisterschaft der Knappen.
Bis 1968 war der gebürtige Gelsenkirchener S04-Kapitän in der Bundesliga, dann beendete er seine aktive Laufbahn im Alter von 32 Jahren.
Kreuz absolvierte 135 Oberligaspiele, sieben Partien um die Meisterschaft, zwölf Pokalspiele, vier Einsätze im Europapokal sowie 83 Bundesligaspiele für den FC Schalke. Nebenher arbeitete er noch beim Finanzamt.
"Bodenständigkeit, Loyalität und Führungsstärke" hätten Kreuz ausgemacht, schrieben die Schalker in ihrem Nachruf. Man verliere "eine prägende Persönlichkeit, die den Verein mit Haltung, Tatkraft und großer Bescheidenheit ausgemacht hat".
Schalke-Ikone Kreuz zog es selten in die Öffentlichkeit
Erst im März hatte der Verein anlässlich des 90. Geburtstags von Kreuz eine längere Würdigung für den Ex-Spieler veröffentlicht.
Darin hieß es: "In die mediale Öffentlichkeit zieht es ihn höchst selten, selbst seinen Siegelring vom Triumph 1958 trägt er nur zu besonderen Anlässen spazieren. Und wenn er bei den Heimspielen seines S04 rund um die Ehrenpräsidiums-Loge unterwegs ist, werden viele nicht mal wissen, dass sie soeben den letzten lebenden Meisterspieler passiert haben, der damals auf dem Platz stand."
Gerade diese zurückhaltende Art brachte Kreuz in Schalker Kreisen stets großen Respekt ein. Ob im kommenden Ligaspiel der Königsblauen eine Schweigeminute oder ein Trauerflor geplant sind, ist nicht bekannt. Am Sonntagmittag (13:30 Uhr) gastiert der Spitzenreiter des Unterhauses zum Top-Spiel beim zweitplatzierten SC Paderborn.





























