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Ermittlungen nach Rolltreppen-Drama in Rom eingeleitet

Fans verletzen sich bei der Anreise zum Stadion
Fans verletzen sich bei der Anreise zum Stadion
Foto: © getty, Paolo Bruno
24. Oktober 2018, 10:23

Nach dem Einsturz einer Rolltreppe in Rom, bei dem am Dienstagabend 24 Personen - mehrheitlich Fans des russischen Fußballklubs ZSKA Moskau - verletzt wurden, sind Ermittlungen bezüglich der Ursache eingeleitet worden.

Die Untersuchungen wurden von der römischen Staatsanwaltschaft und der Nahverkehrsgesellschaft ATAC, Betreiberin von Roms U-Bahnen, aufgenommen.

Die U-Bahn-Station Repubblica, in der sich der Unfall ereignete, wurde von der Polizei geschlossen. Die verschuldete ATAC-Gesellschaft, die wegen ihres angeblich ineffizienten Nahverkehrssystems immer wieder im Kreuzfeuer der Kritik steht, versicherte, dass die Rolltreppe erst kürzlich kontrolliert worden sei.

Zeugen berichteten, rund 50 alkoholisierte ZSKA-Fans seien auf ihrem Weg ins Olympiastadion zum Champions-League-Duell mit der AS Rom auf der fahrenden Rolltreppe gehüpft, bis diese nachgegeben habe. Dies belegten auch Videoaufzeichnungen. Die meisten Menschen seien eingeklemmt worden und hätten Verletzungen an den Beinen erlitten. Einem Fan musste ein Fuß teilamputiert werden.

Der italienische Innenminister Matteo Salvini machte ohne Umschweife die ZSKA-Fans für das Unglück verantwortlich. Als "betrunkene Pseudo-Fußballfans" bezeichnete der Chef der rechten Lega die Moskauer. Salvinis Partei bekräftigte ihren Plan, Fußballklubs für die Sicherheitskosten rund und um die Stadien aufkommen zu lassen.

Weitere Krawalle in Rom

Die AS Rom sicherte den verletzten Moskauer Fans ihre Unterstützung zu. Roms Oberbürgermeisterin Virginia Raggi setzte sich mit der russischen Botschaft in Italiens Hauptstadt in Verbindung.

Das Champions-League-Spiel, das die Roma 3:0 (2:0) gewann, wurde auch von Krawallen im Umfeld des Stadions überschattet. Zwei russische Fans wurden mit Messerstichen verletzt, zwei weitere Fans zogen sich bei Zusammenstößen mit den Sicherheitskräften leichte Blessuren zu. Polizisten setzten Wasserwerfer ein. Rund 1500 ZSKA-Anhänger waren in Rom, mehrere davon wurden von der Polizei als gefährlich eingestuft.

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