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Nordderby: Jubiläumsfeier oder Gruseltreffen?

Beide Nord-Klubs wollen im Derby für eine Trendwende sorgen
Beide Nord-Klubs wollen im Derby für eine Trendwende sorgen
Foto: © getty, Martin Rose
29. September 2017, 12:13

Mit einer doppelten Jubiläumsfeier will der Hamburger SV das Nordderby gegen Werder Bremen nicht zum Notderby verkommen lassen. Am Freitag beging der Verein seinen 130. Geburtstag, am Samstag (18:30 Uhr) soll gegen Werder der 500. Heimsieg folgen.

"Der Geburtstag ist ja schon sicher, den 500. Sieg streben wir an. Das wäre dann eine runde Sache", betonte HSV-Trainer Markus Gisdol. Dass das Duell zwischen dem erfolgsentwöhnten Tabellen-15. aus Hamburg und dem bisher sieglosen Vorletzten aus Bremen zum Gruseltreffen geraten könnte, glaubt Gisdol nicht. "Natürlich ist aufgrund der aktuellen Konstellation noch mehr Brisanz drin. Aber Derbys sind immer elektrisierend. Wir sind uns dieser Brisanz bewusst und setzen alles daran, nach diesem Spiel neun Punkte zu haben", versprach er.

Dann würde am Volkspark vorerst Ruhe einkehren, bei Werder aber würde es für Nouri noch enger werden. Aufsichtsratschef Marco Bode sprach dem jungen Coach vor dem Derby aber das Vertrauen aus. "Wir schauen intern, wie die Leistung und die Entwicklung des Teams ist. Und wir halten da mit dem Trainer alle zusammen."

Baumann: "Es geht um drei Punkte - ganz einfach"

Auch bei einer Niederlage muss Nouri offenbar noch keine Konsequenzen fürchten. "Es geht um drei Punkte - ganz einfach. Gelingt es, freuen wir uns. Wenn nicht, versuchen wir es im nächsten Spiel", meinte Sportchef Frank Baumann. "Wir beschäftigen uns nicht mit Szenarien, was ist, wenn wir verlieren." Auch Nouri gab sich selbstbewusst trotz des Fehlstarts. Ob Angst mit im Spiel sei? "Auf keinen Fall. Volle Vorfreude ist angesagt. Wir sind bereit, den Fight anzunehmen."

Kollege Gisdol forderte alle Beteiligten in Hamburg auf, trotz der jüngsten Erfolglosserie mit vier Niederlagen ohne eigenen Torerfolg "nicht in Panik zu verfallen". Auf die Frage, ob jetzt Aufschwung oder Krise folge, reagierte er gereizt: "Bleibt doch mal cool und lasst uns normal weiterarbeiten! Es ist noch früh in der Saison, und wir haben jetzt die Chance, die Tendenz, die zuletzt nicht gut war, wieder umzudrehen."

Auch die seit 360 Minuten anhaltende Torflaute werde rasch enden, meinte der Coach. "Ich bin mir sicher, dass wir unsere Einschussmöglichkeiten bald wieder nutzen werden. Denn es gab hier auch schon Phasen, wo wir uns keine Torchancen herausgespielt haben. Das war zuletzt anders", versicherte Gisdol.

Alkoholverbot rund um das Stadion

Hoffnungsträger ist ausgerechnet der Ex-Bremer Aaron Hunt, der nach auskuriertem Muskelfaserriss ins Team zurückkehren könnte. Hunt und Albin Ekdal seien "gute Optionen für das Wochenende", befand Gisdol. Bei Werder kann Nouri wieder auf seinen Kapitän Zlatko Junuzović setzen. Dafür sind Abwehrspieler Lamine Sané und Stürmer Ludwig Augustinsson (beide Kniebeschwerden) fraglich.

Die Hamburger Polizei hat wie in den Vorjahren besonderes Augenmerk auf das Match, bei dem erneut keine alkoholischen Getränke ausgeschenkt werden dürfen. "Wir machen keine Angaben über die Anzahl der Einsatzkräfte", sagte ein Polizeisprecher. Er betonte aber, dass die Beamten gut vorbereitet seien und situationsbedingt handeln werden. Im Vorjahr waren unter anderem 239 Werder-Fans am Bahnhof Ellerau im Kreis Segeberg gestoppt und nach Bremen zurückgebracht worden.

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Mainz 05
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3RB LeipzigRB LeipzigRB Leipzig34205966:471965
4VfB StuttgartVfB StuttgartStuttgart34188871:492262
5TSG HoffenheimTSG HoffenheimHoffenheim34187965:521361
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8Eintracht FrankfurtEintracht FrankfurtE. Frankfurt3411111261:65-444
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12Bor. MönchengladbachBor. MönchengladbachM'gladbach349111442:53-1138
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15SV Werder BremenSV Werder BremenSV Werder34881837:60-2332
16VfL WolfsburgVfL WolfsburgWolfsburg34781945:69-2429
171. FC Heidenheim 18461. FC Heidenheim 1846Heidenheim34682041:72-3126
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