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Werder und HSV treten auf der Stelle

Sieht Fortschritte bei seinem Team: HSV-Coach Markus Gisdol
Sieht Fortschritte bei seinem Team: HSV-Coach Markus Gisdol
Foto: © getty, Joern Pollex
27. November 2016, 11:27

Die Lage wird stetig prekärer, aber Markus Gisdol hat trotz der Fortsetzung der Sieglos-Serie des Hamburger SV einen Aufschwung ausgemacht.

"Die gesamte erste Halbzeit war einer der besten Auftritte", versicherte der Coach des Tabellenletzten der Bundesliga nach dem 2:2 (2:2) im 105. Nordderby gegen Werder Bremen. "Was wir offensiv angeboten haben, da war nicht viel zu bemängeln." Auch sein Bremer Trainer-Kollege Alexander Nouri sieht sein Team unbeirrt auf dem Weg nach oben: "Der Geist hat mir gut gefallen."

Fortschritte sind tatsächlich bei beiden erkennbar, die spielerische Substanz bleibt aber dürftig, wie vor allem die zerfahrene zweite Halbzeit offenbarte. In den ersten 45 Minuten wurde reichlich Spektakel geboten, etwas vogelwild, aber mitreißend. Doch das reicht nicht. Es bleiben nur Tippelschritte am Tabellenende, zu wenig für die Flucht nach vorn. "Das ist ein Ergebnis, das beide nicht weiterbringt", bekannte Werders Philipp Bargfrede.

"Die Tabellensituation hat sich nicht gravierend verschlechtert. Im Endeffekt ist hinten alles eng beieinander", meinte Gisdol nach der zwölften Saisonpartie ohne Sieg mit beharrlichem Optimismus. Nach sieben Spielen mit der verunsicherten Mannschaft ist die Handschrift des Labbadia-Nachfolgers allmählich lesbar.

Der Harmlos-HSV, dessen handverlesene Angriffe vor Wochen noch an der Mittellinie verebbten, erarbeitet sich jetzt Torchancen und trifft. In den vergangenen drei Partien gelangen jeweils zwei Tore. Zuvor lag die Ausbeute bei zwei Treffern in neun Spielen. Die jüngsten beiden Partien gingen nicht verloren. "Darauf kann man aufbauen", befand Gisdol.

Viererkette der schwächste Mannschaftsteil beim HSV

Die Formkurve zeigt leicht nach oben. "Wichtig ist, dass wir leben, dass wir da sind", betonte Doppel-Torschütze Michael Gregoritsch. Macht der HSV aber in dem Schleichtempo weiter, wird er bald keine Zeit mehr für die Rettung haben.

"Natürlich brauchen wir mal einen Dreier: Jetzt müssen wir in Darmstadt einfach nachlegen", forderte Gisdol. Ihm war aber nicht entgangen, wie sich ein Problem in seinem Team bedrohlich auswächst: Je besser es vorne läuft, desto schlimmer geht es hinten zu. Die Abwehr der Hamburger leistet sich erschütterende Fehler. Querschläger, Fehlpässe, Ängstlichkeit - die Viererkette ist der schwächste Mannschaftsteil beim HSV. Gisdol: "Wir hätten entschiedener verteidigen müssen."

Abhilfe soll im Winter her, vermutlich wieder mit Millionenhilfe von Teilhaber und Mäzen Klaus-Michael Kühne. Namen wie Kyriakos Papadopoulos, der von Leverkusen an RB Leipzig verliehen wurde, dort aber Bankdrücker ist, und Jerry St. Juste vom SC Heerenveen in den Niederlanden werden für die Innenverteidiger-Posten gehandelt.

Nouris überraschendes Fazit

Auch Werder macht der Abwehrblock Kopfzerbrechen. Die Mannschaft stoppte zwar die Talfahrt nach vier Niederlagen, leistet sich seit Wochen aber desaströse Fehler. Mit 31 Gegentoren sind die Bremer das abwehrschwächste Team der Liga und haben nach zwölf Spieltagen einen Negativrekord in der Vereinsgeschichte aufgestellt. "Unser Defensivverhalten geht so nicht. So kannst du keine Spiele gewinnen", fluchte Mannschaftskapitän Clemens Fritz.

Einen großen Anteil an der Unruhe in der eigenen Hintermannschaft hatte Torhüter Jaroslav Drobny. Der frühere HSV-Schlussmann war nach überstandener Handverletzung fahrig, drosch den Ball wiederholt ins Aus oder zum Gegner. "Drobo hat eine gute Ausstrahlung", meinte Trainer Alexander Nouri. "Ich fand, dass er uns heute geholfen hat."

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SV Werder Bremen
SV Werder Bremen
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1. FSV Mainz 05
Mainz 05
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RB Leipzig
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Stuttgart
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1FC Bayern MünchenFC Bayern MünchenFC Bayern342851122:368689
2Borussia DortmundBorussia DortmundBVB34227570:343673
3RB LeipzigRB LeipzigRB Leipzig34205966:471965
4VfB StuttgartVfB StuttgartStuttgart34188871:492262
5TSG HoffenheimTSG HoffenheimHoffenheim34187965:521361
6Bayer LeverkusenBayer LeverkusenLeverkusen34178968:472159
7SC FreiburgSC FreiburgFreiburg341381351:57-647
8Eintracht FrankfurtEintracht FrankfurtE. Frankfurt3411111261:65-444
9FC AugsburgFC AugsburgAugsburg341271545:61-1643
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111. FC Union Berlin1. FC Union BerlinUnion Berlin341091544:58-1439
12Bor. MönchengladbachBor. MönchengladbachM'gladbach349111442:53-1138
13Hamburger SVHamburger SVHamburger SV349111440:54-1438
141. FC Köln1. FC Köln1. FC Köln347111649:63-1432
15SV Werder BremenSV Werder BremenSV Werder34881837:60-2332
16VfL WolfsburgVfL WolfsburgWolfsburg34781945:69-2429
171. FC Heidenheim 18461. FC Heidenheim 1846Heidenheim34682041:72-3126
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