Die NFL-Partie am Sonntag zwischen den Baltimore Ravens und den Buffalo Bills (10:36) war gerade erst wenige Minuten alt, da erwischte es Quarterback Lamar Jackson so unglücklich am rechten Daumen, dass das mit Spannung erwartete Duell mit Josh Allen ins Wasser fiel. "Möglicherweise" hat sich der 29-Jährige dabei so schwer verletzt, dass die Spielzeit für ihn bereits beendet ist.
Jackson versuchte beim Stand von 0:7 an der eigenen 29-Yard-Linie einen Pass auf Receiver Zay Flowers. Dabei wurden seine Wurfhand und der rechte Daumen so unglücklich vom Arm eines Verteidigers getroffen, dass er das Spiel sofort verlassen musste. Die Ravens erklärten ihn zunächst mit einer Daumenverletzung für "fraglich", wenig später wurde seine Rückkehr ausgeschlossen.
Right Tackle Roger Rosengarten, der bei dem Play versucht hatte, Bills-Rusher Greg Rousseau von dem QB-Hit abzuhalten, war anschließend untröstlich. "Ich hätte mehr Abstand zu Lamar halten müssen, besonders beim ersten Spielzug. Das nagt definitiv an mir … die ganze Schuld lastet auf meinen Schultern", zeigte sich der O-Liner nach dem folgenschweren Hit selbstkritisch.
NFL: Lamar Jackson droht "möglicherweise" das Saisonaus
Wie Head Coach Jesse Minter nach der Partie bekanntgab, muss der Quarterback am Daumen operiert werden und wird deshalb vom Team auf Injured Reserve gesetzt. Damit wird er mindestens vier Wochen fehlen - womöglich aber auch deutlich länger. "Möglicherweise, aber wir werden sehen, wie es aussieht", sagte der Cheftrainer auf ein mögliches Saisonaus seines Superstars angesprochen.
Durch die Niederlage bei den Bills, bei der sich auch noch Backup Tyler Huntley eine Verletzung zuzog und Emergency-Quarterback Joe Fagnano übernehmen musste, rutschten die Ravens ans Tabellenende ab. Obwohl Jackson eine lange Auszeit droht, ist man in Baltimore aber fest davon überzeugt, die Saison noch nicht abschreiben zu müssen.
"Wir werden alles in unserer Macht Stehende tun, um weiterzumachen, um diese Sache am Laufen zu halten und wieder auf den richtigen Weg zu bringen – wie auch immer das aussehen mag und wer auch immer spielt, sagte Minter nach der Niederlage: "Es ist meine Aufgabe, dafür zu sorgen, dass wir zusammenhalten, dass wir nicht mit dem Finger aufeinander zeigen, dass wir uns gegenseitig den Rücken stärken und dass wir an die 'Next Man Up'-Mentalität glauben."
Baltimore steht mit einer Bilanz von 4-4 in der AFC unter Druck. Doppelt bitter: Schon in vier Tagen steht das Thursday Night Game daheim gegen die Jacksonville Jaguars (5-2) an.
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