Die Indianapolis Colts haben auf die sportliche Misere reagiert und sich von General Manager Chris Ballard getrennt. Das gab die NFL-Franchise am Montag bekannt. Tags zuvor hatte das Team eine 20:26-Heimpleite gegen die bis dahin noch sieglosen Tennessee Titans hinnehmen müssen.
"Wie ich bereits zu Beginn der Saison gesagt habe, war das Gefühl der Dringlichkeit noch nie so groß wie jetzt. Unser Anspruch ist es, um Championships mitzuspielen", sagte Teameignerin und CEO Carlie Irsay-Gordon in einem Statement. "Ich bin der Überzeugung, dass ein Führungswechsel notwendig ist, um diesem Anspruch gerecht zu werden."
Sie habe die Entscheidung, diesen Wechsel mitten in der Saison vorzunehmen, bewusst getroffen: "Ein Abwarten würde die wichtige Arbeit, die jetzt beginnen muss, nur verzögern." Man werde nun eine gründliche Suche nach dem nächsten General Manager einleiten.
Ballard war seit 2017 GM der Colts, sein Vertrag wäre zum Saisonende ausgelaufen. Unter ihm brachte es das Team auf eine Bilanz von 72-82-1 (1-2 in den Playoffs). Zuletzt waren einige seiner Schachzüge nicht aufgegangen, darunter der Trade für Cornerback Sauce Gardner und die Vertragsverlängerung für Quarterback Daniel Jones in der Offseason.
Die Colts (2-4) hatten gegen die Titans eine zwischenzeitliche 13:0-Führung aus der Hand gegeben. Nach der Partie schimpfte Führungsspieler DeForest Buckner: "Ich habe die Schnauze voll, jedes Jahr ist es das gleiche Lied."
Seit 2020 wartet das Team auf eine Teilnahme an der Postseason, der letzte Sieg in den Playoffs ist sogar schon acht Jahre her.
Die kommenden Gegner lauten Minnesota Vikings und Jacksonville Jaguars (jeweils auswärts), bevor man die Dallas Cowboys und Miami Dolphins empfängt.
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